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Ein Kommentar von Stefan Melneczuk.

Ein Kommentar von Stefan Melneczuk.

Ein Kommentar von Stefan Melneczuk.

Sie wird gerne bemüht, wenn es um das Kanalnetz oder aber um den Winterdienst geht. Und gerade auch bei der Nahversorgung spielt die Wuppertaler Topografie mit ihrer Vielzahl von Bezirken und Stadtteilen eine entscheidende Rolle: Auf den Höhenzügen und in abgelegenen Siedlungen steht und fällt die Lebensqualität immer mehr älterer und nicht mobiler Wuppertaler mit dem Supermarkt um die Ecke.

Von einem Versorgungsnotstand sind weite Teile der Stadt - mit Blick auf ein breit gestreutes und gutes Angebot - auf der einen Seite weit entfernt. Auf der anderen Seite zeigt sich gerade jetzt, wo es in Zukunft bei der Nahversorgung Probleme geben wird: In Zeiten immer härterer Konkurrenz und immer neuer Preisrunden stellt sich der Lebensmittelhandel seit Jahren neu auf. Jeder Standort, ganz gleich, wie groß er ist, muss sich auf Dauer rechnen. Daran wird sich in Zukunft nichts ändern.

Umso wichtiger ist es, dass Nahversorger, die in die Stadtteile gehen und sich klar zu einem Standort "weit draußen" bekennen, auf unbedingte Kundentreue zählen können - auch, wenn der Einkauf dort etwas teurer ist als beim großen Discounter. Nicht ohne Grund sind auch in Wuppertal wieder Nahversorger zu finden, die an den berühmten Tante-Emma-Laden der 60er und 70er Jahre erinnern.

Zur Chance werden vermeintliche Krisen auch, wenn es um den Dienst am Kunden geht: Mit Qualität und einem Lieferservice werden Anbieter in Zukunft mehr denn je punkten können - gerade auch bei der älteren Kundschaft auf den Höhen oder aber in Außenbezirken, die nicht mal eben schnell in einen Bus oder ins Auto steigen kann, um einzukaufen. Stadt und Politik können in Zeiten des demografischen Wandels nur Weichen stellen und tragfähige Konzepte erarbeiten. Ausschlaggebend bleiben bei der Nahversorgung Angebot und Nachfrage. Und da muss beides stimmen.

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