Die Einschulungsuntersuchung zeigt, dass der Besuch eines Kindergartens die Sprachfertigkeiten erhöhen kann.

Sprachkenntnisse zur Einschulung in Wuppertal
Sprachkenntnisse zur Einschulung in Wuppertal

Sprachkenntnisse zur Einschulung in Wuppertal

Ilka Jaroch

Sprachkenntnisse zur Einschulung in Wuppertal

Wuppertal. Die sogenannten Schuleingangsuntersuchungen nehmen nicht nur die Gesundheit der Kinder unter die Lupe. Sie zeigen auch, ob ein Kind so entwickelt ist, dass es am schulischen Lernprozess teilnehmen kann. Und mitunter offenbart die Untersuchung auch, wie Kinder ihrem Bedarf entsprechend beim späteren Besuch der Schule gefördert werden, wie Michaela Schönhärl-Mönks vom Gesundheitsamt erklärt. In Wuppertal ist dieser Bedarf offenbar recht hoch – zumindest, was die Deutschkenntnisse angeht. Das zeigt jetzt eine Auswertung der Untersuchung von Kindern, die im Sommer 2009 erstmals die Schule besuchten.

Teilweise sprechen die Kinder nur radebrechend

Demnach sprechen zwar 16,3 Prozent der untersuchten Kinder mit Migrationshintergrund fehlerfrei und weitere 42,5 Prozent gut mit kleinen Fehlern. Doch die Statistik-Stelle der Stadt berichtet auch, dass 30,7 Prozent mit erheblichen Fehlern sprechen, weitere 8,8 Prozent nur radebrechend und 1,8 Prozent überhaupt kein Deutsch.

Defizite bei 435 Kindern in jedem Jahrgang

Unter den Kindern, die Deutsch nicht als Erstsprache sprechen (knapp 1060 von 2910 untersuchten angehenden i-Dötzen), liegt der Anteil derjenigen mit nicht zufriedenstellenden Deutschkenntnissen damit bei 41,3 Prozent. Und stadtweit hat dementsprechend mit 435 jedes siebte einzuschulende Kind (etwas mehr Jungen als Mädchen) erhebliche Defizite im Umgang mit der deutschen Sprache.

Dauer des Kindergartenbesuchs wirkt sich aus

Offenbar wirkt sich zudem die Dauer des Kindergartenbesuchs deutlich auf die Deutschkenntnisse zumindest der Kinder mit Migrationshintergrund aus: Der Statistik zufolge haben 75 Prozent der Kinder, die die deutsche Sprache nicht, nur radebrechend oder mit deutlichen Fehlern sprechen, keinen Kindergarten besucht. Dementsprechend haben nicht einmal 30 Prozent derjenigen Kinder, die den Kindergarten drei oder mehr Jahre besucht haben, Probleme mit der Sprache.

In einzelnen Stadtquartieren ist der Anteil der Kinder mit deutlichen Defiziten im Umgang mit der Sprache besonders hoch (siehe Grafik).