Amerika-Korrespondent Peter De Thier über die Wirtschaftskrise und Barack Obama

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Peter De Thier referierte im Pressehaus über die USA und den neuen Präsidenten Barack Obama.

Peter De Thier referierte im Pressehaus über die USA und den neuen Präsidenten Barack Obama.

Andreas Fischer

Peter De Thier referierte im Pressehaus über die USA und den neuen Präsidenten Barack Obama.

Wuppertal. Auf sehr hohem Niveau bewegte sich die Diskussion zwischen Peter De Thier, dem USA-Korrespondenten der WZ, und den etwa 60 Lesern, die am Dienstagabend in das Pressehaus am Otto-Hausmann-Ring gekommen waren. "Wohin steuert Amerika?" hieß die Veranstaltung, die WZ-Chefredakteur Friedrich Roeingh moderierte.

De Thier erwies im Lauf des Abend als profunder Kenner der Vereinigten Staaten, in denen er seit mittlerweile 17 Jahren lebt. Seit 1990 berichtet er für die WZ-Leser über alles Wissenswerte in dem Land, das derzeit gerade dabei ist, seinen Anspruch als letzte verbliebene Supermacht aufzugeben. "Das Land steht vor historischen Herausforderungen", stellte De Thier denn auch fest, und in der an seinen Vortrag anschließenden Diskussion ging es vorrangig auch um die Wirtschafts- und Finanzkrise, die durch die US-Immobilienblase ausgelöst worden ist. Wie gut De Thier das Land und seine Menschen kennt, wurde vor allem dann deutlich, wenn er politische Ereignisse und ihre Auswirkungen an den Beispielen normaler Menschen veranschaulichte.

Die WZ-Leser interessierte zudem, wie die Amerikaner die Krise sehen, ob sie erkennen, dass ihre unbändige Lust am Konsum zumindest teilweise Schuld an der Kapitalismus-Krise ist.

Was macht Barack Obama? Kann er die Krise stoppen? Wie kann jemals die gigantische Staatsverschuldung der USA zurückgefahren werden. Werden wir Europäer die Zeche zahlen, wenn der US-Dollar abgewertet wird? Es war eine lebhafte Diskussion, zumal auch die Außenpolitik zur Sprache kam.

De Thier machte aus seine Einstellung kein Hehl, dass US-Präsident Obama in Afghanistan und Pakistan vor gewaltigen Herausforderungen steht - weil er auch außenpolitisch unerfahren ist. Nur, wer kann die Probleme lösen, wenn nicht die USA. "Europa erfährt unter dem neuen Präsidenten eine spürbare Aufwertung", schätzte der WZ-Korrespondent das zukünftige Verhältnis zwischen USA und Europa ein.

Eine weitere These: In den USA entwickelt sich derzeit der Staatskapitalismus, und diese Entwicklung ist unumkehrbar. Solche Aussagen befeuerten die Diskussion immer wieder aufs Neue.

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