Bürger engagieren sich für das Areal an der Waldkampfbahn.

Bürger engagieren sich für das Areal an der Waldkampfbahn.
Am vergangenen Wochenende sammelte die Initiative Geld für den Spielplatz.

Am vergangenen Wochenende sammelte die Initiative Geld für den Spielplatz.

Stefan Fries

Am vergangenen Wochenende sammelte die Initiative Geld für den Spielplatz.

Vohwinkel. Wenig einladend wirkt der Spielplatz an der Vohwinkeler Waldkampfbahn. Lediglich eine alte Schaukel, ein Kreisel und eine Seilpyramide stehen noch auf dem weitläufigen Gelände. An den Spielgeräten hat deutlich sichtbar der Zahn der Zeit genagt. Vor zwei Jahren wurde bereits ein Spielturm mit Rutsche und Hängebrücke abgebaut, da die Konstruktion für Kinder nicht mehr sicher war. Die darunterliegende Sandfläche bietet allein einen ziemlich trostlosen Anblick. Die Spielplatzinitiative ZuWaKa möchte deshalb die Gesamtsituation auf dem Gelände verbessern.

Ihr Ziel ist es, einen modernen Spielturm zu errichten und für Kinder unter drei Jahren neue Spielgeräte anzuschaffen. Das Projekt wird eigenständig durch Spendenaufrufe finanziert. Um es bekannter zu machen, fand bereits am letzten Wochenende ein Spielplatzfest statt. Auch künftig wollen die Beteiligten für ihre Vision aktiv bleiben. „Der Spielplatz bietet ein großes Potenzial und hier ließe sich eine Menge machen“, sagt Sprecher Bekir Cakin.

Das Areal ist fast 5000 Quadratmeter groß

Er verweist auf die Ausdehnung des fast 5000 Quadratmeter großen Geländes. Zudem sei der Bedarf groß. „Im direkten Umfeld wohnen viele Kinder und Jugendliche, für die es ein vernünftiges Angebot geben muss“, findet Cakin. Mütter mit Kleinkindern hätten auf dem Spielplatz gar keine Möglichkeiten mehr, da die entsprechenden Spielgeräte schon vor längerer Zeit abgebaut worden seien. Im ersten Schritt hat die Initiative Angebote eingeholt und prüft gerade die unterschiedlichen Varianten. Auch Kontakt zu Sponsoren wurde aufgenommen. Außerdem beteiligt sich die Gruppe am Bürgerbudget der Stadt Wuppertal.

„Die ersten Rückmeldungen waren positiv und wir bekommen viel Unterstützung“, berichtet Bekir Cakin. Auch die Bezirksvertretung stehe nach seiner Aussage hinter dem Projekt. Gleichwohl müssen er und seine Mitstreiter noch viel bewegen, um ans Ziel zu kommen.

Allein für den Spielturm werden nach einer ersten Schätzung rund 20.000 Euro notwendig sein. Die Sanierung des gesamten Spielplatzes dürfte deutlich mehr kosten. „Falls das Geld nicht reicht, fangen wir erstmal mit einer Rutsche oder einer Spielzeugbox an“, sagt Mitinitiatorin Rebecca Metner. Möglichst zum nächsten Frühjahr soll es erste positive Veränderungen geben.

Viola Wessler von der Stadt begrüßt dieses Engagement. „Wir werden uns gern mit Personal bei der Planung beteiligen“, sagt die Fachbereichsleiterin für Jugend und Freizeit. Finanzielle Mittel stünden allerdings nicht zur Verfügung. „Wir haben eine lange Liste von Spielplätzen, die in einem deutlich schlechteren Zustand sind und die Priorität haben“, erläutert Wessler.

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