In einem Kugelgasbehalter der Stadtwerke wird gebaut. Es werden Spenden benötigt.

Neubau
So sollen das Planetarium und die Sternwarte aussehen. Foto/Simulation: Cristian Beyer

So sollen das Planetarium und die Sternwarte aussehen. Foto/Simulation: Cristian Beyer

Christian Beier

So sollen das Planetarium und die Sternwarte aussehen. Foto/Simulation: Cristian Beyer

Solingen. Solingen soll ein modernes Planetarium erhalten. Um dies zu erreichen, muss die Walter-Horn-Gesellschaft, der Betreiber der Sternwarte Solingen, im nächsten Jahr plausibel erklären, wie sie 2,3 Millionen Euro aufbringt. Das ist der Eigenanteil, den das Land fordert, damit die Städtebauförderung NRW vier Millionen Euro ins „Galileum“ steckt – das Planetarium, das im Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße entstehen soll.

Der Bewilligungsbescheid liegt noch nicht vor, es gebe aber eine „klare Aussage“ aus dem Städtebauministerium, erläuterte Frank Lungenstraß, Schatzmeister der Walter-Horn-Gesellschaft, in der Sternwarte am Weyer. Dort warb Guido Steinmüller, Präsident der Gesellschaft, um Unterstützung: „Wir möchten Spenden sammeln für das Galileum.“

Spender können für einige der 85 Sitze zahlen

Helfen könne jeder: vom Kleinspender bis zum Großsponsor. Die Palette reicht vom Postkarten- und Lichttüten-Verkauf bis zum Angebot, für einige der 85 Sitze des neuen Planetariums oder für „Sterne“ in seinem Boden zu zahlen („Walk of Fame“).

Natürlich werde aber auch die Gesellschaft selbst ihren Teil einbringen. „Wir fangen nicht bei null an“, betonte Schatzmeister Lungenstraß. Am Ende werde zudem der Verkauf des jetzigen Grundstücks an der Sternstraße zu Buche schlagen.

Wie attraktiv das neue Planetarium werden soll, erklärte Ken Miller, Repräsentant der japanischen Firma Goto. Das Galileum wird mit ihrem Projektor Chronos II Hybrid ausgestattet – und kann damit nicht „nur“ 8500 Sterne zeigen, sondern auch Filme.

Ohligs wird Standort des weltweit ersten Planetariums in einem Kugelgasbehälter. Er wurde 2009 stillgelegt. Heute gibt es an der Stelle des alten Gaswerks nur eine Reglerstation. Neben der Kugel entsteht ein Neubau mit Sternwarte.

Mit bis zu 600 Veranstaltungen pro Jahr und mehr als 35.000 Besuchern rechnet die Walter-Horn-Gesellschaft. „Der Ball liegt jetzt bei uns“, fasste Lungenstraß zusammen und ergänzte stolz: „Die Sternwarte trägt sich seit 20 Jahren ohne öffentlichen Zuschuss selbst.“

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