Sturmtief Friederike hat viel Schaden angerichtet. Der Verein trägt die hohen Kosten selbst.

Sturmtief Friederike hat viel Schaden angerichtet. Der Verein trägt die hohen Kosten selbst.
In den Barmer Anlagen mussten nach den Stürmern der vergangenen Monate einige sturzgefährdete Bäume gefällt werden.

In den Barmer Anlagen mussten nach den Stürmern der vergangenen Monate einige sturzgefährdete Bäume gefällt werden.

Anna Schwartz

In den Barmer Anlagen mussten nach den Stürmern der vergangenen Monate einige sturzgefährdete Bäume gefällt werden.

Heidt. Mitte Januar tobte in Wuppertal das Sturmtief Friederike und verursachte im gesamten Stadtgebiet erhebliche Schäden. Auch die Barmer Anlagen waren betroffen. „Es sind viele Bäume im umliegenden Waldstück gekippt und diese hingen dann in anderen Bäumen fest“, berichtet Michaela Dereschewitz vom Barmer Verschönerungsverein.

In der vergangenen Woche begannen in der Parkanlage die Aufräumarbeiten sowie die Beseitigung der Schäden. Durch den anhaltenden Frost im Januar und Februar mussten diese zuvor immer wieder verschoben werden, da man Bäume und Pflanzen bei extremer Kälte nicht bearbeiten sollte, wie Dereschewitz betont.

Spezielle Greifmaschinen mussten die Bäume voneinander trennen

Vor allem die ineinander verhakten Bäume stellten den Verschönerungsverein vor eine große Herausforderung. „Die Bäume mussten mit speziellen Greifmaschinen wieder voneinander getrennt werden“, erläutert Dereschewitz. „Da wir solche Maschinen nicht besitzen, haben wir die Firma Zerhusen dafür beauftragt.“ Doch nicht nur im Waldstück kam es zu Schäden, sondern auch am Toelleturm. Dort kippte eine Buche in einen Privatgarten und zerstörte dabei einen Zaun. „Diesen Schaden übernimmt jedoch glücklicherweise deren Gebäudeversicherung“, erläutert Dereschewitz.

Ebenfalls weggeräumt werden aktuell viele kaputte wie gesunde Äste, die durch Friederike von den Bäumen auf den Boden gelandet sind. „Diese werden von unseren Mitarbeitern in den kommenden Tagen eingesammelt und entsorgt. Darüber hinaus werden in Kürze eine Buche sowie ein Zeder gefällt, von denen wir wissen, dass sie den nächsten Sturm nicht überleben werden.“, verrät die Geschäftsführerin.

Erst vor einem Jahr trat Dereschewitz die Nachfolge von Ilka Hertrampf an und musste in dieser Zeit bereits zwei schwere Stürme verkraften. Heftiger als Friederike sei jedoch das Sturmtief Sebastian im September 2017 gewesen. „Dieser hat uns deutlich härter getroffen“, erinnert sie sich. Damals ist eine Eiche in den Schwanenteich gekippt und hat dabei den umliegenden Zaun zerstört. Diesen versucht der Verschönerungsverein nun in diesem Jahr zu reparieren.

Welche Kosten die Sturmschäden letztlich insgesamt verursacht haben, ist noch nicht ganz klar. Laut Michaela Dereschewitz handelt es sich aber wahrscheinlich „um eine fünfstellige Summe“. Einen Betrag, den der eingetragene Verein, in dessen Besitz sich die Barmer Anlagen befinden, ganz alleine stemmen muss. Unterstützung erhält er durch Sponsoren sowie private Spenden. „Ohne diese Spenden sowie die Hilfe unserer ehrenamtlichen Helfer würde das alles hier nicht funktionieren“, stellt Dereschewitz klar.

Der Verein wird nicht nur durch Geldspenden unterstützt

Zu den Sponsoren zählt unter anderem die Sparkasse Wuppertal sowie mehrere kleine Firmen aus der Umgebung. Dabei erhält der Verschönerungsverein nicht ausschließlich Geldspenden. „Erst vor kurzem hat uns die Firma Wupper Farben Farbe gesponsert. Damit wurde der Zaun an der Joseph-Haydn-Straße gestrichen“, erzählt Dereschewitz. Unterstützung, die jetzt auch bei der Beseitigung der Sturmschäden gefragt sein dürfte.

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