4800 Griechen leben in Wuppertal. Wenn sie ihr Neujahrsfest feiern, ist meist viel Prominenz mit dabei.

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Pfarrer Eleftherios von der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Wuppertal mit einem Stück des traditionellen Neujahrskuchens. Den ließen sich nach der Zeremonie Natalia und Eleni Goura schmecken.

Pfarrer Eleftherios von der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Wuppertal mit einem Stück des traditionellen Neujahrskuchens. Den ließen sich nach der Zeremonie Natalia und Eleni Goura schmecken.

Andreas Fischer

Pfarrer Eleftherios von der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Wuppertal mit einem Stück des traditionellen Neujahrskuchens. Den ließen sich nach der Zeremonie Natalia und Eleni Goura schmecken.

Wuppertal. Wuppertals Griechen sind in Wichlinghausen zu Hause. Sie gehören mit Türken und Italienern zu den drei größten Bevölkerungsgruppen. Mehr als 8000 waren es einmal stadtweit vor mehr als zehn Jahren, mittlerweile ist die Gemeinde deutlich geschrumpft. "Der demografische Wandel macht sich da bemerkbar", erklärt der griechische Ratsherr Ioannis Stergiopoulos (SPD). Zu feiern haben die Mitglieder der "Gemeinde der Griechen in Wuppertal" gleichwohl jede Menge - zum Beispiel das Neujahrsfest, das - leicht verzögert - am Wochenende in der Alten Feuerwache an der Gathe rund 150 Besucher anlockte.

Die Veranstaltung genießt seit Jahren einen herausgehobenen Stellenwert. So war auch diesmal die Polit-Prominenz der Stadt geschlossen angetreten. Sie verstand mit Abstand am wenigsten von den lobenden Worten, die vom griechischen Generalkonsul Prodromos Markoulakis überbracht wurden. Doch Peter Jung und die Rats-Schar konnten sicher sein, dass ausschließlich Freundlichkeiten ausgetauscht wurden. Aus gutem Grund, denn Wuppertals Griechen prägen seit Jahrzehnten die kulturelle Vielfalt der Stadt.

Und so waren Jung und seine Begleiter auch Profis in der Kuchenzeremonie. Der traditionelle Neujahrskuchen wurde als Höhepunkt des Festes an die Gemeinde verteilt. Das erste Stück ging an die Kirche, das zweite an den Konsul und über das dritte durfte sich Oberbürgermeister-Gattin Ulrike Jung freuen. Die Münze übrigens fand der Rathauschef bereits zum wiederholten Mal nicht in seinem Kuchenstück. Glückspilz des Jahres ist vielmehr Konstantinos Poulios.

So heißt der traditionelle Neujahrskuchen der Griechen, benannt nach dem Heiligen Vassilios. In dem Kuchen ist eine Münze versteckt. Die Legende besagt, dass jener, der beim Teilen des Kuchens das Stück mit der Münze erhält, im laufenden Jahr mit besonderem Glück belohnt wird. Der Brauch geht auf den Bischof "Vassilios der Große" zurück, der Münzen und Wertsachen in Brote einbacken und an die Bevölkerung verteilen ließ. Er wurde so zum Gabenbringer für Kinder, der an Silvester um Mitternacht die Kinder mit beschenkt.

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