Am kommenden Donnerstag soll das schwedische Möbelhaus an der Schmiedestraße eröffnen.

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Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wuppertal. Es wird fleißig gehämmert, gesägt, geklebt und gebügelt im neuen Ikea an der Schmiedestraße. am 29. Sepetmber um 10 Uhr soll die planmäßige Eröffnung des 51. Ikeas in Deutschland stattfinden. Am Donnerstag hatten Medienvertreter Gelegenheit, sich den Einrichtungsmarkt kurz vor Fertigstellung anzuschauen – Parkplatzprobleme inklusive.

1200 Parkplätze gibt es rund um das gelb-blaue Gebäude am Kreuz Nord. Die meisten davon sind zurzeit noch vollgestellt mit Baufahrzeugen oder Material. Auf den freien Plätzen parken die rund 300 Personen, die momentan dem Möbelhaus den Feinschliff geben. Da war für die Gäste kein Platz mehr. Und so konnten diese sich direkt mit der Verkehrsführung auf dem großen Parkplatz vertraut machen.

Am 29. September stehen zwar voraussichtlich alle Parkflächen zur Verfügung, aber dann wird auch die Zahl der Autos eine deutlich höhere sein. Mit 10.000 Kunden rechnet Susanne Schweitzer, Leiterin des Wuppertaler Ikea-Hauses, allein am kommenden Donnerstag. Grob gerechnet, kommen also mindestens 2500 Fahrzeuge an die Schmiedestraße. „Für unsere Mitarbeiter haben wir für die Eröffnungsphase noch einen zusätzlichen Parkplatz am Eichenhofer Weg“, berichtet Susanne Schweitzer. Den habe ihnen die Stadt zur Verfügung gestellt.

Ikea setzt auf erneuerbare Energien

Bei der Pressekonferenz berichten die Ikea-Verantwortlichen davon, was in ihrem neuen Haus alles gut funktioniert. Zum Beispiel, dass sie die Energie, die das Gebäude verbraucht, mittels Photovoltaik und Geothermie selbst gewinnen. Regenwasser komme ebenfalls zum Einsatz. Sogar E-Bikes mit einem kleinen Anhänger gebe es, die sich Kunden, die nur Kleinigkeiten zu transportieren hätten, ausleihen könnten.

„Wir haben 304 Mitarbeiter, davon 220 vom lokalen Arbeitsmarkt, für Wuppertal eingestellt“, erzählt Ikea-Pressesprecherin Chantal Wilsdorf. Wie viele davon einen Teilzeit- oder Minijob-Vertrag haben, kann sie nicht sagen. Nur, dass 60 Prozent Frauen sind. Dafür gibt es andere Zahlen: beispielsweise, dass der Werbeturm mit 58 Metern der höchste des Unternehmens in ganz Deutschland ist. Sogar einen Turmfalken soll es geben.

Schwierigkeiten im Vorfeld des Baus werden nur am Rande gestreift. Von „Wasser auf der Baustelle“ und „hohem Gefälle“ ist die Rede. Von Klagen, die Anwohner gegen Ikea angestrengt haben und über die zum Teil immer noch verhandelt wird, wurde hingegeben nichts gesagt. Denn, wie der WDR berichtet, hoffen die Kläger immer noch, die Eröffnung zu verhindern oder eine spätere Schließung zu erwirken.

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