Die frühere „Ökumenische Hospizgruppe“ arbeitet ab dem 1. Juli mit neuem Namen unter dem Dach der Diakonie.

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Pfarrerin Tabea Luhmann präsentierte gestern die Kooperation zwischen Diakonie und „Pusteblume“.

Pfarrerin Tabea Luhmann präsentierte gestern die Kooperation zwischen Diakonie und „Pusteblume“.

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Pfarrerin Tabea Luhmann präsentierte gestern die Kooperation zwischen Diakonie und „Pusteblume“.

Wuppertal. Die Ökumenische Hospizgruppe am Reformierten Gemeindestift ist ab dem 1. Juli unter dem Dach der Diakonie Wuppertal tätig. Gestern wurde die Kooperation bekannt gegeben. Entsprechend ändert sich auch der Name: Aus der "Ökumenischen Hospizgruppe am Reformierten Gemeindestift wird nun der Hospizdienst "Die Pusteblume" der Diakonie Wuppertal.

"Der Name ändert sich, aber unser Angebot bleibt gleich", betont Pfarrerin Tabea Luhmann, Leiterin des Hospizdienstes. In der Vergangenheit hatte es Irritationen um die Bezeichnung "Ökumenische" Hospizgruppe gegeben, da der Eindruck erweckt wurde, es handele sich um einen Zusammenschluss von katholischer und evangelischer Hospizarbeit. Tatsächlich ging die Hospizgruppe aber aus der Arbeit im Altenheim Blankstraße hervor. "Das Wort ’ökumenisch’ sollte betonen, dass sich unser Dienst an alle Konfessionen richtet", sagte Luhmann.

Dies soll auch in Zukunft so bleiben, versicherte der Direktor der Diakonie, Martin Hamburger. Pfarrerin Tabea Luhmann pflichtet ihm bei: "Ganz leicht ist uns der neue Name nicht gefallen. Gerade für unsere Ehrenamtlichen ist es wichtig, dass sich ihr Engagement nicht nur an eine bestimmte Konfession richtet". Vielmehr orientieren sich die Dienste der Hospizmitarbeiter am Wunsch des Betroffenen oder dessen Familie.

"Mit dem neuen Namen haben wir es ganz gut getroffen", sagt auch die Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, Sigrid Born. Durch die Zusammenarbeit dehnt sich das Angebot des Hospizdienstes auch auf die beiden Pflegezentren der Diakonie, Haus Hardt und das evangelische Vereinshaus Kasinostraße, aus. Für Martin Hamburger bedeutet die Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst nun auch die Möglichkeit, dieses Angebot unter dem Dach der Diakonie anzubieten, etwas, dass es bisher bei der Diakonie nicht gab.

Hamburger: "Im Moment gibt es eine Art Wiederentdeckung der Sterbekultur. Früher war es natürlich, zu Hause zu sterben und gemeinsam Abschied zu nehmen. Das ist in den letzten 70Jahren verloren gegangen und entwickelt sich langsam wieder." Ob die Betreuung von Sterbenden nun nach religiösen oder konfessionellen Aspekten erfolge, sei für den Hospizdienst Pusteblume aber unwichtig. Luhmann: "Manche Menschen stellen sich erst kurz vor dem Tod die Frage nach dem Sinn des Lebens. Der christliche Glaube kann dann Antworten geben. Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Sterbenden bewusst nicht mit Glauben und Religiosität auseinander setzen wollen. Das akzeptieren wir dann natürlich."

Durch die Zusammenarbeit mit der Diakonie wird zum einen der "Hospizdienst: Die Pusteblume" angeboten und, als Angebot für schwerkranke Kinder und deren Eltern, der "Kinderhospizdienst Pusteblume".

Wer ehrenamtlich für den Hospizdienst arbeiten will, muss eine knapp einjährige Ausbildung durchlaufen. Dazu gehört Wissen über Rechtliches, psychologische Aspekte und die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen. "Ohne die Erkenntnis, dass der Tod zum Leben dazu gehört, kann man diese Arbeit nicht machen.

Derzeit sind 43 ehrenamtliche Hospizhelfer für die Pusteblume tätig, elf weitere werden am Sonntag, 21. Juni, in einem feierlichen Gottesdienst in ihren Dienst für die Sterbenden entsand.

Wer sich für die Tätigkeit eines Hospizmitarbeiters interessiert oder den Dienst in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 430 5124 informieren.

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