Die Bezirksbürgermeisterin erhielt gestern den päpstlichen Ehrenorden.

Christel Simon wurde mit dem Orden Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.
Christel Simon wurde mit dem Orden Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Christel Simon wurde mit dem Orden Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Andreas Fischer

Christel Simon wurde mit dem Orden Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Wuppertal. "Ich bin gerade total fertig. Damit hätte ich nicht gerechnet", sagt Christel Simon, sichtlich überwältigt. Eben saß sie noch ahnungslos auf ihrem Platz, jetzt hält sie ein rotes, ledernes Kästchen und eine Urkunde in ihren Händen.

Christel Simon, Bezirksbürgermeisterin und überzeugte Christin, erhielt gestern im Pfarrheim St.Mariä Himmelfahrt eine besondere Ehrung: Sie wurde mit der päpstlichen Auszeichnung "Pro Ecclesia et Pontifice" (zu Deutsch: "Für Kirche und Papst") geehrt - die höchste Auszeichnung dieser Art, die für ehrenamtliche Arbeit verliehen werden kann.

Christin in Kirche, Politik und Gesellschaft

Die Auszeichnung - ein goldener Orden mit gelb-weißer Bandschleife - bekam Simon von Stadtdechant Bruno Kurth verliehen, der es mit lobenden Worten auf den Punkt brachte: "Es ist unsere Aufgabe die zu ehren, die durch besondere Dienste und Mühen hervorgetreten sind. Liebe Christel - du hast es verdient."

Gewürdigt wird ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement: "Sie ist Christin in Kirche, Politik und Gesellschaft. So manchen hat sie schon in unsere Gemeinde geführt", sagte Pfarrer Ulrich Lemke. Christel Simon wurde 1938 geboren und in der Gemeinde St.Johann Baptist getauft. Ihr ist sie bis heute treu geblieben. Nachdem sie dort aktiv war, unter anderem Pfarrfeste organisiert hatte, war Christel Simon im Dekanat als Vorstandsmitglied tätig.

2005 wurde sie Vorsitzende des gemeinsamen Pfarrgemeinderats St. Johann Baptist und St. Mariä Himmelfahrt. Ein "Organisationstalent" sei sie schon immer gewesen, gibt die Geehrte zu, und jeder, der sie kennt, weiß, dass sie mit Freude bei der Sache ist. Die Gründung des mittlerweile über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannten Laienspielkreises sowie verschiedener Frauenkreise und Krabbelgruppen gehen ebenfalls auf ihre Initiative zurück.

"Ich bin so überwältigt", sagte Christel Simon gestern. "Ich dachte immer, man müsse größere Taten vollbringen, um so einen ehrenvollen Orden zu bekommen."

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