Einen Mercedes-Oldtimer (Archivbild) wollte der 38-Jährige Sachse in Vohwinkel kaufen. Die Internet-Anzeige war jedoch eine Falle.
Einen Mercedes-Oldtimer (Archivbild) wollte der 38-Jährige Sachse in Vohwinkel kaufen. Die Internet-Anzeige war jedoch eine Falle.

Einen Mercedes-Oldtimer (Archivbild) wollte der 38-Jährige Sachse in Vohwinkel kaufen. Die Internet-Anzeige war jedoch eine Falle.

Archiv Simone Bahrmann

Einen Mercedes-Oldtimer (Archivbild) wollte der 38-Jährige Sachse in Vohwinkel kaufen. Die Internet-Anzeige war jedoch eine Falle.

Vohwinkel. Er hoffte auf ein Schnäppchen – und erlebte am Ende einen nächtlichen Albtraum: Von einem Betrüger-Duo ist ein 38-Jähriger Autonarr aus dem sächsischen Auerbach im Vogtland in der Nacht zum Mittwoch in Vohwinkel in einen Hinterhalt gelockt und brutal ausgeraubt worden. Die Beute laut Polizei: ein fünfstelliger Euro-Betrag.

Wie kam es zu dem Überfall? Nach Angaben der Polizei war der Sachse in einem Internetportal auf eine Anzeige aufmerksam geworden, in der in Wuppertal ein hochwertiger Mercedes-Oldtimer angeboten wurde. Der 38-Jährige kontaktierte sofort den vermeintlichen Verkäufer – und wurde prompt unter Druck gesetzt: Es gebe viele andere Interessenten – und wenn er den historischen Wagen haben wolle, müsse er sofort zuschlagen.

Das Opfer hatte mehrere Zehntausend Euro in bar dabei

Daraufhin zögerte der 38-Jährige laut Polizei nicht lange: Wenn er sofort losfahre, könne er erst mitten in der Nacht in Wuppertal sein. Der Verkäufer gab vor, einzuschlagen, und bestellte den Sachsen an einen Treffpunkt am Dasnöckel. Das Geld für den Mercedes – mehrere Zehntausend Euro – müsse er allerdings bar mitbringen. Auch damit war der Sachse einverstanden.

Als der 38-Jährige gegen Mitternacht am Treffpunkt ankam, wurde er der Polizei zufolge von zwei Männern erwartet, die ihn in die Straße Sonnenberg führten. Dort fand er allerdings nicht das ersehnte Auto vor – sondern einer der Männer schlug ihn plötzlich mit einem harten Gegenstand nieder. Als der 38-Jährige am Boden lag, traten die Männer auf ihn ein und rissen ihm eine Rolle Banknoten aus der Jackentasche. Mit der Beute – immerhin nur ein kleiner Teil des vermeintlichen Kaufpreises – flüchteten die Täter.

Der 38-Jährige blieb mit Kopfverletztungen am Tatort zurück. Er musste in der Nacht ambulant im Krankenhaus behandelt werden und gab bei der Polizei an, im Laufe des gestrigen Tages wieder nach Hause fahren zu wollen. Nach seiner Beschreibung (siehe Kasten) fahndet die Polizei nun nach den vermeintlichen Autoverkäufern. Wer Hinweise zum Überfall oder zu den Tätern machen kann, erreicht die Kriminalpolizei unter Telefon 284-0.

Der erste Täter – er gab sich als der Anbieter des Mercedes aus – soll augenscheinlich Deutscher gewesen sein. Er war etwa 23 bis 25 Jahre alt, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und von normaler Statur. Beim Überfall trug er helle Kleidung und eine Mütze.

Der zweite Täter soll genauso alt und ebenfalls etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß gewesen sein. Allerdings wird er als sehr dick beschrieben. Er soll schwarze Haare und südländisches Aussehen gehabt haben sowie dunkel gekleidet gewesen sein.

Der sogenannte Autoverkäufer-Trick, bei dem Kunden vermeintliche KfZ-Schnäppchen mit viel Bargeld bezahlen sollen und dann ausgeraubt werden, ist nicht neu – aber der Wuppertaler Polizei nach Auskunft einer Sprecherin schon lange nicht mehr untergekommen. Die Polizei warnt dringend davor, sich bei Privat-Verkäufen, die mit hohen Bargeld-Beträgen verbunden sind, mit dem Geschäftspartner nachts oder an wenig belebten Orten zu treffen. „Besser sind neutrale, belebte Treffpunkte, zum Beispiel Gaststätten“, hieß es gestern.

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