Die Diskussion über den verkaufsoffenen Sonntag wird vor allem in den unsozialen Medien oft unter der Gürtellinie geführt. Die Befürworter werden als Menschenausbeuter diffamiert, die Gegner als anachronistische Bremsklötze. Und das sind noch höfliche Umschreibungen der Begriffe, die in den Diskussionsforen verwendet werden. Der Kalender hat dem Thema mit dem vierten Adventssonntag an Heiligabend in diesem Jahr eine ganz besondere Pointe beschert. Rein theoretisch gibt es ja nun gleich zwei Begründungen für ein „Nein“, denn es gilt sowohl die weihnachtliche Ruhe der Mitarbeiter als auch ihre Sonntagsruhe zu schützen. Das geschieht in den allermeisten Fällen. Es ist aber akzeptabel, dass es in Wuppertal einige wenige Ausnahmen geben wird und die Möglichkeit für Kunden besteht, den Brotkasten und Kühlschrank am 24. Dezember doch noch zu füllen. Nach allen Debatten ist das ein himmlischer Kompromiss.

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