Einsatzkräfte nehmen Kurier in Barmen fest - Rauschgift gefunden, Häuser durchsucht.

Wuppertal. Über Monate hinweg wurde ermittelt - am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr schlug die Polizei schließlich zu: Wie heute bekannt wurde, hat ein Einsatzteam an der Grönhoffstraße in Barmen einen mutmaßlichen Drogenkurier aus den Niederlanden (45 Jahre alt), den vermeintlichen Kopf der Rauschgiftbande (49) und dessen Fahrer (40) gestellt und festgenommen. Beim Zugriff, das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung, habe sich aus der Dienstwaffe eines Polizeibeamten "im Gerangel versehentlich ein Schuss gelöst, durch den allerdings niemand verletzt wurde.

Sichergestellt wurden laut Einsatzbericht 800 Gramm Heroin, 100 Gramm Kokain sowie 10.000 Euro Bargeld. Nach Angaben der Polizei wird den Männern zur Last gelegt, organisiert Drogen aus den Niederlanden ins Bergische Land geschmuggelt und diese dann an Händler und Rauschgiftkonsumenten weiter verkauft zu haben. Dem Zugriff in Barmen folgte eine Welle weiterer Ermittlungen auch über die Stadtgrenze hinaus: Neben sechs Wohnungen in Wuppertal wurde auch eine in Gummersbach durchsucht. "Insgesamt wurden dort etwa 600 Gramm Heroin, etwa 7000 Euro Dealgeld, umfangreiches Zubehör zum Wiegen, Verpacken und Handeln sowie diverse Mobiltelefone gefunden und sichergestellt", berichtet die Polizei.

Festgenommen wurden im Rahmen der Wohnungsdurchsuchungen noch drei weitere Tatverdächtige (29, 36 und 46 Jahre alt). In der Gummersbacher Wohnung eines 39 Jahre alten Tatverdächtigen wurden laut Polizei außerdem Aufzeichnungen, weite Mobiltelefone sowie Drogen-Handelsutensilien sichergestellt. Dieser Mann blieb zunächst auf freiem Fuß.
Der mutmaßliche Haupttäter (49), der Kurier aus den Niederlanden sowie der 46-jährige Mittäter wurden gestern dem Haftrichter vorgeführt. Die Verdächtigen sind der Polizei bereits seit längerer Zeit bekannt, ebenfalls mit Blick auf Drogengeschäfte. Auch auf Grundlage der sicher gestellten Telefone und Aufzeichnungen laufen die Ermittlungen der Polizei jetzt weiter.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer