Im vergangenen Jahr wurden 13 Mängel aufgedeckt. Insgesamt wurden 73 Beschwerden eingereicht.

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Der Bericht der Heimaufsicht bescheinigt den Wuppertaler Pflegeheimen kaum Mängel.

Der Bericht der Heimaufsicht bescheinigt den Wuppertaler Pflegeheimen kaum Mängel.

Andreas Fischer

Der Bericht der Heimaufsicht bescheinigt den Wuppertaler Pflegeheimen kaum Mängel.

Wuppertal. Der Bericht der Heimaufsicht wurde nun veröffentlicht. Ergebnis: Die unangemeldeten Routine-Kontrollen bescheinigen den Wuppertaler Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen nur geringfügige Mängel. 73 Bewohner und Angehörige haben 2009 Beschwerden eingereicht, alle wurden überprüft. Der Großteil der Beschwerden (60) war demnach unberechtigt, 13 Mängel wurden aufgedeckt.

"Die Zahl ist umgerechnet auf die 4800 Betreuungsplätze niedrig"

"Die Zahl ist nicht hoch, wenn man sie auf die 62 Betreuungseinrichtungen mit ihren fast 4800 Plätzen umrechnet", erklärt Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD). "Das Ergebnis kann einerseits darauf hindeuten, dass die Zustände gut sind, aber auch andererseits bedeuten, dass die Heimaufsicht, bei der sich die Bürger beschweren können, noch zu unbekannt ist."

Die Zahl der Beschwerden steigt seit Jahren nur minimal an, von 2008 auf 2009 erhöhte sie sich von 70 auf 73. Die 73 Beschwerden umfassen Mängel in der Pflege (21), bei Heimverträgen (8), bei der Aufbewahrung von Medikamenten (4) und eine geringe Zahl von Beschwerden in der Personalausstattung, der Betreuung und der Essensversorgung. Beispiele für Mängel in der Pflege: Bewohner wurden nicht gebadet oder waren ausgetrocknet. Die Beschwerden betreffen die Hälfe der Einrichtungen.

"Die Heimaufsicht prüft die Pflege- und Behinderteneinrichtungen meist einen ganzen Tag lang", sagt Kühn. "Unter anderem werden Hygiene, Erscheinungsbild, Personalplanung und Pflegedokumentation kontrolliert." Die Heimaufsicht zieht zu ihren Routine-Kontrollen bei Bedarf weitere Institutionen hinzu, beispielsweise die Bau- und Hygieneaufsicht, die Lebensmittelüberwachung oder den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). In der überwiegenden Mehrheit der Betreuungseinrichtungen gab es einen Bewohnerbeirat (53 Einrichtungen), mit dem die Heimaufsicht ebenfalls spricht.

Jeder, der Beschwerde eingereicht hatte, wurde danach kontaktiert. Durch Beratungsgespräche konnten meist Lösungen gefunden werden.

Die Heimaufsicht besteht aus zwei Verwaltungsmitarbeitern, die pro Jahr jede Einrichtung mindestens einmal besuchen. Kontakt per Telefon 56 32 281 oder 56 32 057. Mehr Infos im Netz:

www.wuppertal.de/vv/produkte/201/201.SP_Heimaufsicht.php

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