Stadtwerke geben Zwischenbericht über den geplanten Rad- und Fußweg. Anbindung an Nordbahntrasse ist an einigen Stellen möglich.

Stadtwerke geben Zwischenbericht über den geplanten Rad- und Fußweg. Anbindung an Nordbahntrasse ist an einigen Stellen möglich.
Die Hatzfelder dürfen auf eine Anbindung an die Nordbahntrasse hoffen. Hier ein Blick auf die Straße Zum Alten Zollhaus. Archiv

Die Hatzfelder dürfen auf eine Anbindung an die Nordbahntrasse hoffen. Hier ein Blick auf die Straße Zum Alten Zollhaus. Archiv

Uwe Schinkel

Die Hatzfelder dürfen auf eine Anbindung an die Nordbahntrasse hoffen. Hier ein Blick auf die Straße Zum Alten Zollhaus. Archiv

Barmen. Im vergangenen Herbst kündigten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) in einer Sitzung der Bezirksvertretung Barmen an, dass sie den Ausbau der Hatzfeld-Trasse zu einem Rad- und Wanderweg federführend übernehmen werden. Martin Bickenbach, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH, gab nun gegenüber den Bezirksvertretern einen optimistischen Bericht über den Planungsstand ab. Die WSW hoffen auf eine Fertigstellung der Hatzfeld-Trasse bis 2020 und rechnen mit Kosten von rund zwei Millionen Euro.

Die Stadtwerke waren von 1948 bis Ende 1979 Betreiber der Kleinbahnstrecke vom Loh nach Hatzfeld, die vor ihrer Schließung viele Jahre nur noch für den Güterverkehr genutzt wurde. Ein Teil der geplanten Trasse führt über diese Strecke. Daher seien die erforderlichen Grundstücke für den Trassenbau zum größten Teil in den Händen der WSW, erklärte Bickenbach. Verhandlungen mit Grundstückseigentümern stehen noch aus.

Von großer Bedeutung für die WSW ist, dass die Hatzfeld-Trasse mit der Nordbahntrasse verknüpft werden kann. „Das werden wir auf alle Fälle schaffen, wenn auch die Anbindung am Bahnhof Loh problematisch werden könnte“, so Martin Bickenbach. Die Anbindung im Bereich Sedansberg/Heubruch würde mit rund 100 000 Euro zu Buche schlagen, eine Anbindung im Bereich des Klinikums Barmen würde rund 170 000 Euro kosten. Die Stadtwerke hoffen auf eine Förderquote von 90 Prozent. Der Antrag auf Fördermittel soll im Mai gestellt werden. Die Aussichten auf eine Förderung sind gut. Beim Diesel-Gipfel in Berlin war den Kommunen ja eine Milliarde Euro für Projekte versprochen worden, die Strukturen im Fußgänger- und Radverkehr verbessern. Ein Ausbau des Radwegenetzes und die Anbindung weiterer Stadtteile an das Trassennetz begrüßten die Bezirksvertreter sehr.

Eine mögliche Verbindung zum Rad- und Fußweg am Dönberg

Der geplante Radweg könnte hinter dem Hatzfelder Wasserturm auf Sprockhöveler Gebiet beginnen. So könnte eine direkte Verbindung zum Rad- und Fußweg am Dönberg geschaffen werden. An der Straße Zum Alten Zollhaus würde der Weg auf der rechten Seite – aus Richtung Sprockhövel – über einen zurzeit weitgehend unbenutzten Fußweg führen. Weiter soll es am Troxler-Haus und an der Firma Finke vorbei auf die Grunerstraße gehen und von dort aus auf die ehemalige Kleinbahntrasse zwischen Hatzfeld und Loh.

Dort sind die Gleise schon zurückgebaut worden. Die Strecke führt dann weiter über die ehemalige Bahntrasse an der Gartensiedlung Mallack vorbei, am Nordpark und an der Winchenbachstraße entlang. Im Anschluss soll der Weg unter der A 46 hindurch bis zur Schützenstraße führen und dann in Richtung Nordbahntrasse weitergehen. Dieser Abschnitt müsse mit Straßen NRW abgestimmt werden, so die WSW. Die Idee für eine Hatzfeld-Trasse hatte der Bürgerverein Hatzfeld im vergangenen Mai vorgestellt. Sehr zur Freude des Bürgervereins nahmen die WSW diesen Vorschlag wenig später auf. Für die Wuppertal-Bewegung, die mit dem Ausbau der Schwarzbachtrasse als Verbindung nach Langerfeld begonnen hat, sprach deren Vorsitzender Carsten Gerhardt von einer „tollen Entwicklung“.

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