Wenn das Weihnachtsgeld da ist, wird noch mehr Umsatz erwartet.

Wenn das Weihnachtsgeld da ist, wird noch mehr Umsatz erwartet.
Die Menschen ließen sich am Samstag durch die Innenstadt und durch die Geschäfte treiben.

Die Menschen ließen sich am Samstag durch die Innenstadt und durch die Geschäfte treiben.

Stefan Fries

Die Menschen ließen sich am Samstag durch die Innenstadt und durch die Geschäfte treiben.

Wuppertal. Sonnenschein, winterliche Temperaturen ohne eisigen Wind – das herrliche Wetter zog am ersten Adventssamstag viele Menschen in die Stadt. „Der Werth war voll, die Umsätze etwas über dem Vorjahr, wir sind zufrieden“, lobt Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen. „So viele Menschen wie heute habe ich hier in den letzten vier Wochen nie vorbeilaufen sehen“, sagt auch Thomas Pusinelli von der Elberfelder IG1, dessen Geschäft sich nun in den City-Arkaden befindet.

Beratungsintensive Produkte sind jetzt schon gekauft worden

Besonders viele Ehepaare nutzten den Tag, um gemeinsam auf die Suche nach Geschenken zu gehen. „Die Leute sind heute erst einmal gekommen, um zu gucken und zu reservieren“, berichtet auch Angelika Finkernagel (IG1), Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof. Viele hätten ihr Weihnachtsgeld noch nicht auf dem Konto und würden teurere Einkäufe deshalb noch aufschieben.

„Eine Aktion wie der ,Black Friday’ kann eine Stadt beleben wie der Winterschlussverkauf.“

Angelia Finkernagel, Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof

„In der nächsten Woche erwarten wir dann ein stärkeres Weihnachtsgeschäft.“ Besonders beratungsintensive Produkte seien zu Beginn der Adventszeit gekauft worden, erzählt Helbig. „Jetzt ist die Auswahl noch groß. Und kleinere Dinge wie die Kaiserwagenschokolade sind gut gelaufen, wahrscheinlich für Weihnachtsfeiern oder als kleine Aufmerksamkeit.“

Viele Kunden seien mit konkreten Wunschlisten unterwegs und würden sehr gezielt nach Geschenken suchen. Die Stimmung in Barmen sei sehr fröhlich und entspannt gewesen. Auch der Weihnachtsmarkt sei durchgehend gut besucht gewesen. „Besonders gut kommt der leuchtende Wintertuffi an - viele machen dort Selfies“, sagt Helbig.

Zufrieden sind die Einzelhändler auch mit dem Erfolg des „Black Fridays“, der in Wuppertal dieses Jahr erstmals nach amerikanischem Vorbild intensiv zelebriert wurde. „So eine Aktion kann eine Stadt beleben wie der Winterschlussverkauf“, sagt Angelika Finkernagel. „Für uns hat sich das gelohnt, sowohl von den Besucherzahlen als auch von den Einkäufen her. Wir sind sehr zufrieden.“

Besonders beliebt bei den Kunden waren am ersten Adventswochenende Spielwaren, Schmuck und Haushaltsgegenstände. Aber auch Winterbekleidung: „Die Kunden sind noch nicht so gehetzt wie kurz vor Weihnachten“, sagt Angelika Finkernagel.

Jetzt hoffen die Händler, dass der Stadtrat am Montag den verkaufsoffenen Sonntag am 4. Dezember genehmigt. „Für viele Händler ist das ein eingeplanter Umsatztag“, betont Helbig. Für das Image Wuppertals sei es gar nicht gut, dass so lange unklar blieb, ob geöffnet sein werde. Auch die Kaufhof-Chefin hofft auf die Sonntagsöffnung: „Unsere Mitarbeiter sind sehr motiviert.“ Alle könnten freiwillig wählen, ob sie sonntags kommen wollen; die Sonntagszuschläge seien attraktiv.

Viele Kunden schätzen den Sonntag als Einkaufstag ohnehin. Und Thomas Pusinelli erlebte ein Ehepaar aus Düsseldorf, das ihm erzählte: „Wir fahren immer gern zum Shoppen nach Wuppertal.“

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