Judoka von der TSG Sprockhövel kämpfte in Glasgow.

Sprockhövel/Glasgow. Fast wäre die Reise zur Veteranen-EM nach Glasgow, die schließlich glücklich mit EM-Silber endete, für Judoka Andrea Haarmann von der TSG Sprockhövel schon in Calais zu Ende gewesen. Der Impfpass des Familienhundes Puma wies beim Chip-Eintrag durch das Tierheim ein falsches Datum aus. So musste erst umständlich die Fahrt durch den Eurotunnel verschoben werden, um noch in Frankreich einen Tierarzt aufzusuchen. Dort wurde dann ein neuer Impfpass für „kleines“ Geld ausgestellt. Und Puma ist jetzt Franzose.

Abgesehen von einer Nacht vor statt auf dem Campingplatz infolge der Verspätung, verlief die restliche Reise dann aber ziemlich reibungslos. Am Samstag starteten dann endlich die Wettkämpfe. Über 1000 Teilnehmer aus 35 Nationen gingen in an den Start. In den verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen wurde bei der Veteranen-EM um die Medaillen gekämpft.

Überraschen gut startete Haarmann in das Turnier. Gegen die Schweizerin Klara de Cillia, im letzten Jahr dritte bei der WM, gab es ein schnelles Ende. Den ersten Angriff ihrer Gegnerin nutzte die Sprockhövelerin zu einer Kontertechnik und beendete diesen Kampf nach wenigen Sekunden mit Ippon (voller Punkt).

Im zweiten Kampf stand ihr Anja Ühlein aus Franken gegenüber. Bei der Deutschen Meisterschaft hatte sich Haarmann noch schwer gegen sie getan. Jetzt nutzte sie gleich am Anfang eine Unachtsamkeit ihrer Gegnerin zum Angriff und brachte sie mit einem Talfallzug zu Boden. Auch dafür gab es Ippon. Die nächste Gegnerin erwies sich als sehr unbequem. Der Kampf gegen die Französin Collomb wurde erst durch Strafe für Haarmann entschieden. Das Finale war gesichert.

Dort wartete mit Sarah Hopkins eine Lokalmatadorin auf die TSG-Judoka. Eigentlich in der Gewichtsklasse über 78 kg eingewogen, wurde diese der Gewichtsklasse bis 70kg zugeteilt, was den Kampf nicht einfacher machte. Die Partie gestaltete sich wechselhaft. Beide Athletinnen versuchten, sich durch ständige Angriffe Vorteile zu erkämpfen. Dies gelang der Britin dann kurz vor Schluss. Eine mittlere Wertung konnte Haarmann nicht mehr ausgleichen, war aber auch mit Silber mehr als zufrieden. Red

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