Am Wochenende wurden Theaterfest und Integrationstag gefeiert. Die Resonanz der Besucher war gut.

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Schauspieler Thomas Braus versteigerte beim Fest Kostüme der Bühnen.

Schauspieler Thomas Braus versteigerte beim Fest Kostüme der Bühnen.

Uwe Schinkel

Schauspieler Thomas Braus versteigerte beim Fest Kostüme der Bühnen.

Wuppertal. Wenn Theaterfest und Integrationstag im Engelsgarten gefeiert werden, dann darf ein genreübergreifendes Erlebnis nicht fehlen. Und so hat das wunderbare bergische Wanderkino namens "Movie in Motion" zu später Stunde seinen Beitrag zur Party geleistet.

Als es dunkel war, zeigte Mark Tykwer Emir Kusturicas "Schwarze Katze, weißer Kater", ein vitales Balkanmärchen, das thematisch zur Freude des Publikums zwischen purem Kitsch und anarchischer Raffinesse unterhielt.

Dieses Kinoerlebnis war der krönende Abschluss eines spartenübergreifenden Ereignisses zwischen Oper und Historischem Zentrum, und alle Beteiligten, also Wuppertaler Bühnen, Kulturbüro, das Ressort Zuwanderung & Integration sowie die Migrantenvereine, waren überaus zufrieden: Die Besucherresonanz war gut, die Stimmung prächtig.

Natürlich versteigerte Ensemble-Mitglied Thomas Braus großartige Theaterkostüme zum kleinen Preis, natürlich gab es literarische Collagen.

Führungen durchs Opernhaus - auf Russisch, Polnisch und Kurdisch

Pavel Schurigin, sonst für den Ton zuständig, führte ab dem Treffpunkt am Schaf durch "sein" Opernhaus. Das Besondere: Das tat er in seiner Muttersprache Russisch. Auch auf Polnisch und Kurdisch ging es durchs Haus, die Touren auf Hebräisch und Arabisch fielen mangels Interesse aus.

20 Vereine präsentierten sich anlässlich des 4. Integrationstags am Engelsgarten. In einer Art Zeltstadt präsentierten sie sich und ihr Angebot anlässlich des Fests der Kulturen. Mehr im Netz, Link siehe unten.

Abwechslungsreich auch das Bühnenprogramm: In schneller Folge wechselten Kinderchor und Folkloretanz, Clownerie und Trommeln mit einer mehrsprachigen Shakespeare-Inszenierung auf Türkisch, Griechisch, Serbisch und Russisch von Theaterpädagogen Markus Höller ab. "Ich steh’ ja für mein Leben gern auf der Bühne", beschrieb Nilufer das "Vergnügen", das ihr der Auftritt machte.

Unter den Flaneuren: Ex-Ensemble-Mitglied Hans-Christian Seegers (probt gerade am Rex), die Kolleginnen An Kuohn und Julia Wolff (führte Söhnchen Henry aus), Stadt-Schreiber Michael Okroy und viele Besucher - mal mit einer leckeren Falafel, mal mit eriträischem Fladen ("superlecker, aber sauscharf", befand Andrea Seliger) oder einer Tasse türkischen Moccas ausgerüstet. Denn bei dieser Sause war für jeden etwas dabei. Am Abend ging das Fest unter anderem mit einer Opern-Gala zu Ende.

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