Turnstraße: Bezirksvertretung stimmt zu, will aber die Belange der Anwohner berücksichtigen.

Heckinghausen. Etliche Anwohner waren gekommen, als die Bezirksvertretung einstimmig grünes Licht für den neuen Spielplatz an der Turnstraße gab. Er soll dort entstehen, wo bis jetzt der Bolzplatz liegt. Die Bezirksvertreter hatten sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. Heiko Meins (SPD): „Es gibt einen Bedarf für den Spielplatz, ganz klar. Wir müssen aber auch die Anwohnerbelange berücksichtigen.“

Die fürchten, dass der Spielplatz, der anders als der Bolzplatz nicht abzuschließen sein soll, fragwürdige Gäste anlockt. Meins meinte, man solle das Projekt konstruktiv begleiten und keine Gräben zwischen Befürwortern und Zweiflern ziehen.

Das Angebot der BV: ein Monitoring. Nach einer angemessenen Zeit, in der der Spielbetrieb gelaufen sei, sollten sich dann noch einmal Anwohner, Verwaltung und BV zusammensetzen. Die BV riet, eventuelle Zwischenfälle direkt dem kommunalen Ordnungsdienst zu melden, damit sie auch dokumentiert werden könnten. Auf ungute Entwicklungen wolle man direkt reagieren, hieß es seitens der Verwaltung. Die Anwohner begrüßten bei der BV-Sitzung die Erprobungsphase.

Stadt investiert 453 000 Euro, 90 Prozent sind Fördermittel

Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen, im Sommer könnte der Platz fertig sein. Spielgeräte und Streetsoccer-Platz liegen zur Straße, mittig Kletteranlage und Sandplatz, nach hinten Spielwiese und Skaterrundweg. Es wird einen zweiten Eingang geben, zwei Zäune herum (1,80 m und 80 cm), weitgehend Einsichtsmöglichkeiten und in der Stichgasse darunter zwei Leuchten.

453 000 Euro werden aufgewendet, 90 Prozent stammen aus Fördermitteln. In die Planung waren sowohl Anwohner als auch Kinder eingebunden. Ein Abschließen des Platzes mit Tor und Schloss sei nur die allerletzte Möglichkeit, so die Verwaltung. Anwohner wären bereit, das Abschließen zu übernehmen.

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