CFG führt den Sommernachtstraum mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und Teilen des Opernchors der Bühnen auf.

CFG führt den Sommernachtstraum mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und Teilen des Opernchors der Bühnen auf.
Schüler vor dem Sinfonieorchester.

Schüler vor dem Sinfonieorchester.

Stefan Fries

Schüler vor dem Sinfonieorchester.

Cronenberg. Arbeit verwandeln in Leichtigkeit – das ist die höchste Kunst. An ihrem Musiktheaterprojekt „Sommernachtstraum“ hatten Schüler und Lehrer des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums wochenlang gearbeitet. 150 Teilnehmer probten, schneiderten Kostüme und drehten Videos für den Auftritt mit dem Sinfonieorchester Wuppertal, das Mendelssohns Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ spielte. Gemeinsam legten Schüler und Musiker im ausverkauften Pausenzentrum des CFG eine tolle Show hin.

Die Lehrer tanzten in neonfarbenen Ganzkörperoutfits

Eine bunte Märchenwelt füllte die Bühne. Schüler der 7. Klasse stellten Elfen mit ausladenden Flügeln und mannshohe Bäume dar, während die Ballettmädchen der Oberstufe in „Riverdance“-Manier tanzten. Fünftklässler führten selbst gebastelte Handpuppen vor. Und wer steckte in den neonfarbenen Ganzkörperkostümen? Niemand anderes als die mitspielenden Lehrer.

Den roten Faden der Handlung hielt das Schülerduo Louis Droß und Samuel Striewski in der Hand. Sie trugen den modernen „Sommernachtstraum“-Text des österreichischen Schriftstellers Franzobel vor. „Nichts ist mehr, was es scheint“, verkündeten sie. „Sogar Esel sprechen.“ Um Verwirrung zu stiften, schlüpfte Droß in die Rolle von Puck. Dessen Zaubertrank brachte die von den Siebtklässlern gespielten Liebespaare durcheinander und das Publikum zum Lachen.

Fleißig im Einsatz waren auch die Schüler der „CFG Event Technik“. Auf einer Videoleinwand zeigten sie das Bühnengeschehen aus immer neuen Blickwinkeln. Auch das Orchester und der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor kamen groß ins Bild. An der Spitze der gut disponierten Sänger standen die Solistinnen Hong-Ae Kim und Britta Huy, beide Mitglieder im Opernchor der Wuppertaler Bühnen.

Wolfram-Maria Märtig dirigierte Chor und Musiker mit leichter Hand und präzisen Einsätzen. Der junge Kapellmeister der Volksoper Wien brachte Mendelssohns farbig-dramatische Musik zum Leuchten. Frisch und keck klang die Ouvertüre. In satten Tönen schwelgte das Nocturne, mit Waldhorn und Fagott in den Hauptrollen.

Für den „Hochzeitsmarsch“ hatten sich Schüler und Lehrer eine ausgefeilte Choreographie ausgedacht. Brautpaare in Schwarz und Weiß forderten sich zum Tanz, schwenkten rote Bänder durch die Luft und zogen ihre Kreise durchs Publikum.

Das hielt es am Ende nicht auf den Sitzen. Schüler und Lehrer wurden gefeiert. Unter die Menge mischte sich der hochzufriedene Schulleiter Reinold Mertens. „Wann können wir das wiederholen?“, fragte er den Dirigenten. „Von mir aus jederzeit“, antwortete Märtig. Mertens bat auch die Leiter des Projekts „Sommernachtstraum“ nach vorne. Das waren die Musiker Gerald Hacke und Nicola Hammer, Heike Henoch vom Education Management des Orchesters und vor allem Musiklehrer Lothar Berg. Der geht dieses Jahr in den Ruhestand. Für ihn gab das Sinfonieorchester eine Extravorstellung.

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