Am Bodensee sprang 2005 die Stadtmarketing GmbH zur Rettung ein.

Flohmarkt Konstanz
Vergleichbar mit dem Vohwinkeler Flohmarkt - und unter der Regie des Stadtmarketings: Der Konstanzer Flohmarkt zieht jährlich tausende Besucher an.

Vergleichbar mit dem Vohwinkeler Flohmarkt - und unter der Regie des Stadtmarketings: Der Konstanzer Flohmarkt zieht jährlich tausende Besucher an.

Tourismus-Information Konstanz

Vergleichbar mit dem Vohwinkeler Flohmarkt - und unter der Regie des Stadtmarketings: Der Konstanzer Flohmarkt zieht jährlich tausende Besucher an.

Wuppertal/Konstanz. Seit dem 9. Januar 2012 läuft über die Stadtmarketing GmbH die Anmeldung für einen der größten und schönsten Flohmärkte Europas. Nein, nicht von Wuppertal ist die Rede, sondern von Konstanz. Der Konstanzer Flohmarkt gilt als eine der größten Attraktionen am Bodensee. Und er wird im Gegensatz zum großen Bruder in Vohwinkel auch 2012 stattfinden.

Verständnis für die Gewissensnot der Organisatoren

„Wenn es den Flohmarkt in Wuppertal nicht mehr geben sollte, wären wir die Nummer eins. Das Aus wünsche ich den Wuppertalern natürlich nicht. Für Konstanz hat der Flohmarkt jedenfalls eine enorme Bedeutung für die Hoteliers, Gastronomie und die Vereine. In Wuppertal sollte alles getan werden, um das Event zu erhalten“, sagt Hilmar Wörnle, Geschäftsführer der Konstanz Stadtmarketing GmbH.

„In Wuppertal sollte alles getan werden, um den Flohmarkt zu erhalten“

Hilmar Wörnle, Geschäftsführer der Konstanz Stadtmarketing GmbH

Für die Gewissensnöte der Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine (AGVV), die den Flohmarkt abgesagt hatte, zeigt Wörnle großes Verständnis. „Ein solcher Flohmarkt ist eine großartige Sache, aber auch mich hat er schon schlaflose Nächte gekostet, seit die Stadtmarketing Konstanz GmbH 2005 die Organisation übernommen hat. Als der Verein „Hallo Konstanz“ die Großveranstaltung nicht mehr allein stemmen konnte, übernahmen die Marketingexperten die Regie. „Der Flohmarkt ist ganz wichtig für die Identifikation der Konstanzer mit der Stadt, und das rechtfertigt den Arbeitsaufwand“, sagt Marc Diez-Prida vom Konstanzer Stadtmarketing. Rund 100 000 Besucher werden am 16. und 17. Juni erwartet, erstmals soll die Zahl exakt ermittelt werden. Man arbeite übrigens kostendeckend.

In Wuppertal sieht es dagegen im Herbst nach einer Nullnummer aus. „Wir sind gerne bereit, die Vereine beratend zu begleiten. Ich hoffe, dass der Zug für dieses Jahr noch nicht abgefahren ist“, sagt Martin Bang, Prokurist der Wuppertal Marketing GmbH. Den Flohmarkt im Alleingang zu übernehmen, sei für das Wuppertaler Stadtmarketing personell nicht zu leisten. Wichtig sei es, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, um den Charakter des Festes zu erhalten. „Wir wollen keine kommerzielle Fressmeile.“ In Gespräche sollten aber auch professionelle Veranstalter einbezogen werden, „denn es darf keine Denkverbote geben“, sagt Bang.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer