An der Demonstration nahmen Feuerwehrleute aus ganz NRW teil.
An der Demonstration nahmen Feuerwehrleute aus ganz NRW teil.

An der Demonstration nahmen Feuerwehrleute aus ganz NRW teil.

Andreas Fischer

An der Demonstration nahmen Feuerwehrleute aus ganz NRW teil.

Wuppertal. Mehr als 300 Feuerwehrleute haben heute Mittag mit einem Auto-Korso aus mehr als 30 Wagen und mit einer Kundgebung vor dem Barmer Rathaus gegen den Beförderungsstopp des NRW-Innenministeriums protestiert. An der Demonstration nahmen Feuerwehrleute aus ganz NRW teil. Große Delegationen kamen unter anderem aus Hagen, Oberhausen, Essen und den Bergischen Nachbarstädten sowie aus Köln und Gelsenkirchen.

Mit Trillerpfeifen und Sirenen machten die Retter ihrem Unmut lautstark Luft. Allein in Wuppertal sollen mehr als 100 Berufsfeuerwehrleute seit Jahren auf ihre Beförderung samt besserer Bezahlung warten - ohne Aussicht auf Änderung in den kommenden Jahren. Und das, obwohl sie Fortbildungen absolviert haben und längst auf den entsprechenden Posten arbeiten. Erneut ging der Appell an NWR-Innenminister Ingo Wolf (FDP) den Erlass zum Beförderungsstopp zu ändern.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) forderte auf der Kundgebung den Minister namentlich auf, den Feuerwehrleuten eine Perspesktive für die Zukunft zu geben.  Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass von dem Beförderungsstau landesweit etwa 5000 Beamte betroffen sind. In Hagen und Wuppertal darf angesichts der Haushaltssperre derzeit überhaupt nicht mehr befördert werden. 

Am Rand der Protestaktion versicherte Wuppertals Feuerwehr-Chef Siegfried Brütsch, dass die Kundgebung keine Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr habe. Klar: Berufsfeuerwehrleute sind Beamte, und Beamte dürfen nicht streiken. Alle Dienste würden aufrechterhalten. Für den Auto-Korso seien Fahrzeuge unterwegs gewesen, die nicht für Einsätze gebraucht wurden. Und: Die Retter demonstrierten in ihrer Freizeit.

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