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Wuppertal. Das Landgericht hat am Freitag eine ganze Familie wegen Freiheitsberaubung verurteilt. Es glaubte der heute 31-Jährigen Klägerin, dass ihr Ex-Mann, dessen Mutter und die übrige Familie sie 2008 monatelang einsperrten und schikanierten.

Das Opfer war aus Marokko zum Ehemann gezogen. Der schloss sie ein, die Schwiegermutter brachte Essen. Ein Kind gebar sie allein in der Wohnung. Danach kam sie zur Familie ihres Mannes, wurde wieder eingesperrt, in die Psychiatrie eingeliefert und schließlich nach Marokko gebracht.

Das Gericht verurteilte den Mann (41) zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft, seine Mutter (58) zu zweieinhalb Jahren. Der Vater (68) erhielt 20 Monate auf Bewährung, die Geschwister müssen in den Jugendarrest.