Hoher Besuch aus Köln: Generalvikar Dominik Schwaderlapp informierte sich über örtliche Projekte für interreligiöse und interkulturelle Verständigung.

Caritasverband
Beim Besuch im Begegnungszentrum: Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel, Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp, Dr. Christoph Humburg und Gerhard Metzger (Caritasverband Wuppertal/Solingen,v.l.).

Beim Besuch im Begegnungszentrum: Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel, Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp, Dr. Christoph Humburg und Gerhard Metzger (Caritasverband Wuppertal/Solingen,v.l.).

Andreas Fischer

Beim Besuch im Begegnungszentrum: Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel, Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp, Dr. Christoph Humburg und Gerhard Metzger (Caritasverband Wuppertal/Solingen,v.l.).

Wuppertal. Wenn Dr. Dominik Schwaderlapp demnächst ein Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt zugeschickt bekommt, dann wird sich der Generalvikar des Erzbistums Köln an seinen Besuch in Wuppertal erinnern: Gemeinsam mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel informierte sich Schwaderlapp im Internationalen Begegnungszentrum des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen über unterschiedliche Projekte, die eines gemeinsam haben: die Verständigung von Menschen verschiedenen Glaubens und unterschiedlicher Kultur zu fördern.

Konflikte können entstehen, wenn sich Menschen fremd sind

Das Projekt „The Open Door“ beispielsweise kümmert sich um das Schicksal von Flüchtlingsfrauen und ihre Probleme. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass Menschen miteinander in Konflikte geraten, weil sie einander nicht kennen“, sagt Projektleiterin Bogumila Sporin.

Das bestätigt auch Ricarda Lüttig, stellvertretende Leiterin des Begegnungszentrums und verantwortlich für das Projekt „Trans-Fähre“, bei dem es um die Verbesserung des Miteinanders von Menschen unterschiedlichen Glaubens geht. Gelungen sei dies unter anderem bei einem Streit um den Neubau einer Moschee, der Muslime und ihre Nachbarn entzweit hatte. „Dabei konnten wir mit Hilfe professioneller Mediatoren beide Parteien schrittweise wieder an einen Tisch bringen.“

Dass es helfen kann, miteinander zu reden, soll auch das Projekt „Kulturdolmetscher“ zeigen, das sich – ebenso wie eine Theatergruppe christlicher, muslimischer und jüdischer Jugendlicher – mit interreligiösen Konflikten beschäftigt. Gemeinsame Aktivitäten, zum Beispiel auch das Erstellen eines internationalen Kochbuchs, das die Gruppe „The Open Door“ zurzeit vorbereitet, könne Verständigung ebenfalls befördern. „Wenn es fertig ist, bekommen Sie ein Exemplar“, wurde dem Generalvikar versprochen.

Der eigene Glaube als Triebfeder und Motivation

„Begegnung ist das A und O, um Misstrauen abzubauen“, betonte Schwaderlapp, der wie Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg die Bedeutung der eigenen Religion unterstrich: „Die Basis unseres Tuns ist unser christlicher Glaube“. Und der sei – wie Dr. Frank Johannes Hensel von der muslimischen Projekt-Mitarbeiterin Hanan Al-Ali bescheinigt wurde – durchaus ein Türöffner für mehr Verständigung zwischen den Kulturen.

Genralvikar Dr. Dominik Schwaderlapp besucht mehrmals jährlich Projekte und Initiativen im Caritasbereich, um die Arbeit vor Ort kennenzulernen. In Wuppertal interessierten ihn Projekte zur interreligiösen Verständigung.

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