Bergischer Ring: Das Projekt „Wupperschiene“ erhielt am Montag 437.000 Euro vom Land – für die Eisenbahnstrecke bis nach Radevormwald.

Wuppertal. Als "Meilenstein für den Tourismus in der Region" wurde sie gestern gefeiert - die Überweisung von insgesamt 437.000 Euro an Landesfördermitteln an den Bergischen Ring. Gedacht ist das Geld zum einen für den Verein "Wupperschiene" und damit für die Museumsbahnstrecke zwischen Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmstal - als "eisernes Rückgrat".

Zum anderen werden mit dem Landeszuschuss zwei historische Dieselbusse restauriert - unter Regie der Stiftung "Regionale Verkehrsgeschichte" und der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft.

Der Bergische Ring versteht sich seit 2002 als "dezentrales Verkehrsmuseum der Region" und verbindet Industriedenkmäler mit historischen Verkehrsmitteln - seinerzeit als erstes Projekt der Regionale 2006.

In Abstimmung mit der Bergischen Entwicklungsagentur wurde in diesem Rahmen unter anderem eine Werkstatthalle für die Bergischen Museumsbahnen (BMB) und eine Wagenhalle für die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft errichtet.

Aufs Konto des Bergischen Rings geht zum Beispiel aber auch das neu installierte Wasserrad im Manuelskotten (2004) sowie die für 2010 geplante Verlängerung der Straßenbahnstrecke der BMB.

Das Fördergeld wird vom Landesministerium für Bauen und Verkehr überwiesen. Zur Übergabe kamen neben Oberbürgermeister Peter Jung gestern auch Ulrich Grotstollen (Vorsitzender der "Wupperschiene"), Bodo Middeldorf von der Bergischen Entwicklungsagentur und Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter vom Bergischen Ring mit Rainer Klenner vom Landesministerium nach Beyenburg.

Die "Wupperschiene" verbindet die Haltepunkte Oberbarmen, Beyenburg, Radevormwald-Dahlhausen, Wilhelmstal und Krebsöge. Auf der mehr als 100 Jahre alten Strecke stehen unter anderem noch Arbeiten an Brücken und Signalen an. Der Museumsbahn-Verkehr soll Ziele rund um die Wuppertalsperre und den Beyenburger Stausee bedienen.

Auf fast 950.000 Euro beziffert der Bergische Ring die Gesamtinvestitionen - finanziert mit gut 640.000 Euro aus Fördergeldern und Eigenleistungen von "deutlich über 300.000 Euro."

Galt der größte Teil dieser Investitionen noch der Logistik hinter den Kulissen - etwa in Form der Hallen, komme man mit dem Ausbau der "Wupperschiene" nun zu Projekten, die auch für eine breite Öffentlichkeit greifbar sind, erklärt Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter, Vorsitzender des Bergischen Rings, auf  Nachfrage unserer Redaktion:

Durch die Instandsetzung historischer Wagen habe man Projekte wie die Wuppertaler Stadtrundfahrten in restaurierten Linienbussen überhaupt erst möglich gemacht - und das mit einer Auslastung von 100 Prozent und mehr, während andere Angebote im Rahmen der Extratouren rückblickend nur ein ein "Zuschussgeschäft" blieben.

Das "Eiserne Rückgrat" soll entlang der Wupper eine Verbindung zwischen Oberbarmen und der Wuppertalsperre sichern: Dabei kümmert sich der Verein "Wupperschiene" um die etwa 16 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen den Haltepunkten Oberbarmen, Beyenburg und Radevormwald bis hin zur Wuppertalsperre.

Ab Frühjahr will der Verein dort auch wieder seine Draisinen-Touren anbieten - und die Arbeiten auf der Strecke nun mit finanziellem Rückenwind fortsetzen.

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