Hinweis auf den Altbürgermeister und Ehrenbürger Wuppertals.

Hinweis auf den Altbürgermeister und Ehrenbürger Wuppertals.
Im Beisein des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Alexander Schmidt (Mitte), Bürgermeisterin Ursula Schulz und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen (2.v.l.) wurde die Gedenktafel eingeweiht.

Im Beisein des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Alexander Schmidt (Mitte), Bürgermeisterin Ursula Schulz und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen (2.v.l.) wurde die Gedenktafel eingeweiht.

S. Fries

Im Beisein des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Alexander Schmidt (Mitte), Bürgermeisterin Ursula Schulz und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen (2.v.l.) wurde die Gedenktafel eingeweiht.

Vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Kriegerheimstraße hatte sich am Donnerstagmittag eine froh gestimmte Gruppe versammelt, um den im gesegneten Alter von 95 Jahren verstorbenen verdienten Kommunalpolitiker der Freien Demokraten, Werner Draudt (1921-2016), zu ehren. Und zwar in Form einer Gedenktafel, für deren Gestaltung das Historische Zentrum, vertreten durch Thorsten Dette, gesorgt hatte. Sie zeigt einen Herrn, der Seriosität, Vertrauen und Zuversicht ausstrahlt. Und genau das waren einige der charakteristischen Merkmale von Werner Draudt, wie der FDP-Fraktionsvorsitzende im Rat, Alexander Schmidt, aber auch Bürgermeisterin Ursula Schulz (SPD) bestätigten.

„Er war ein Mann, der optimistisch und aufgeschlossen in die Zukunft blickte“, so Ursula Schulz, die ihrem verstorbenen Ratskollegen großes Fachwissen und stets fairen Umgang bescheinigte. Das ging mit einer nicht versiegenden geistigen Frische einher, wie Alexander Schmidt anmerkte: „Man konnte ihm auch im Alter von 95 Jahren noch ein Stichwort zurufen, und er hatte stets Kompetentes dazu zu sagen“, so Schmidt. Er merkte aber auch an, dass Draudt, der preußische Tugenden vorgelebt habe, von seinen Gesprächspartnern gleichfalls Substanz gefordert habe.

Draudt war fast ein Vierteljahrhundert Mitglied des Stadtrates, mehr als vier Jahrzehnte ehrenamtlich in der Kommunalpolitik als Bezirksvertreter tätig und setzte sich ebenso für den Zoo wie auch für das kulturelle Leben in seiner Heimatstadt ein.

„Werner Draudt hatte zu allem eine klare Meinung und stand auch unerschütterlich für sie ein“, erinnert sich FDP-Bundestagsmitglied Manfred Todtenhausen an den Mann, der von 1989 bis 1994 auch das Amt des Bürgermeisters ausübte und 1980 für seine Verdienste um die Kommunalpolitik das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1987 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen bekam. Zudem wurde der Liberale mit dem Ehrenring der Stadt und dem Ehrentitel „Altbürgermeister“ ausgezeichnet.

„Als ich 19 Jahre alt war, habe ich mit ihm zusammen erstmals in der damaligen Kommission für Umweltschutz gesessen. Ich sehe in Werner Draudt auch einen politischen Ziehvater“, berichtete Alexander Schmidt über den Mann, der auch dem Karneval sehr positiv gegenüber stand. Er war nämlich unter anderem auch Präsident der Großen Wuppertaler Karnevalsgesellschaft und stiftete in dieser Funktion in der Session 1954/55 den „Toleranzorden“.

Zu der Gruppe, die des außergewöhnlichen Menschen und Politikers Werner Draudt gedachte, gehörte auch das junge Ehepaar, das ein Jahr nach dessen Tod sein Haus erwarb und jetzt mit Freude auf die geschmackvolle Gedenktafel neben dem Hauseingang schaut. „Wir leben hier in einem Haus mit Wuppertaler Geschichte“, sagen Susanne Kleinbrahm und Dennis Schieferstein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer