Andreas Köhler steht als neuer Betreiber des Rex in den Startlöchern. Zuvor wird renoviert.

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Mit einem neuen Konzept will der Wuppertaler Gastronom Andreas Köhler das Rex am Leben erhalten.

Mit einem neuen Konzept will der Wuppertaler Gastronom Andreas Köhler das Rex am Leben erhalten.

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Mit einem neuen Konzept will der Wuppertaler Gastronom Andreas Köhler das Rex am Leben erhalten.

Elberfeld. Das Rex ist wohl gerettet. Nachdem Martina Steimer sich aus dem Rex zurückgezogen hat, steht die Wuppertaler Kulturbühne leer. Vielen Kulturschaffenden fehlt somit Elberfelds wichtigster Spielort. Doch dieses Problem wird bald der Vergangenheit angehören: Der Wuppertaler Gastronom Andreas Köhler wird die Geschäfte des Rex-Theaters aller Voraussicht nach in Zukunft leiten. Ein Mietvertrag liegt dem 32-Jährigen bereits vor, die Unterschrift ist nur Formsache. Köhler: "Es gilt nur noch kleine Änderungen zu verhandeln."

Umfangreiche Arbeiten für neuen Brandschutz

Sobald der Mietvertrag unterschrieben ist, werden umfangreiche Umbauarbeiten im Rex beginnen. Zunächst müssen die Brandschutzbestimmungen erfüllt werden. Dafür werden eine neue Brandmelde- sowie eine Sprinkleranlage im Theater am Kipdorf installiert. Allein dieser Umbau wird eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich verschlingen.

Parallel zu diesen Arbeiten will Köhler mit der Renovierung des Theaters beginnen. An den Wochenenden sollen künftig Tanzveranstaltungen stattfinden. Dafür werden auch neue Theken und Kühlanlagen eingebaut. Wochentags will Köhler auch weiterhin Kultur anbieten.

Ganztägig geöffnet: Neues Café im Foyer bietet auch Frühstück

Ebenfalls neu: Im renovierten Foyer des Rex soll ein Café entstehen, das täglich schon morgens öffnen soll. "Dort kann man unabhängig vom Veranstaltungsplan morgens Frühstücken und abends ein Bier in gemütlichem Ambiente trinken", erklärt Köhler. Der geplante Umbau wird zusätzlich zu den Brandschutzmaßnahmen etwa 50.000 bis 80.000 Euro kosten.

Obwohl die in die Jahre gekommenen Kinosessel komplett entfernt und durch eine mobile Bestuhlung ersetzt werden, soll das bekannte Theaterflair am Kipdorf erhalten bleiben: "Wir sind uns der Tradition des Rex bewusst. Das wird keine Ramba-Zamba-Disko", will Andreas Köhler Befürchtungen, die viele Wuppertaler mit dem Begriff "Großraumdisko" assoziieren, ausräumen.

Auch die bisherige Betreiberin des Rex-Theaters, Martina Steimer, will in Wuppertal weitermachen. Sie sucht nun neue Räume und ist auch bereit, zu investieren: "Von 50 000 bis 500 000 Euro ist alles möglich, das hängt von den Nutzungsmöglichkeiten ab." Insbesondere Platz für Gastronomie sei für den finanziellen Rahmen wichtig. Die technische Ausrüstung hat Steimer eingelagert. Ihr Ziel ist ein größerer Saal: "400 bis 700 Plätze wäre eine gute Größe, so etwas fehlt hier in Wuppertal total - und wir wollen uns schließlich nicht gegenseitig Konkurrenz machen." Sie hat schon sieben Angebote erhalten, darunter eine stillgelegte Kirche, Fabriksäle und große Einzelhandelsräume. Drei davon sind in die nähere Auswahl gekommen. Doch Martina Steimer könnte sich auch vorstellen, wieder Programm im Rex anzubieten, falls Andreas Köhler das will. "Er hat mich noch nicht kontaktiert - aber grundsätzlich wäre ich an einer Zusammenarbeit interessiert." tah

Obwohl Andreas Köhler bisher keine Kulturveranstaltungen im Tal organisiert hat, hat er keine Angst vor der neuen Aufgabe: "Bereits jetzt haben wir Anfragen für Veranstaltungen - obwohl wir noch verhandeln."

Wann das Rex wieder eröffnet wird, häng vom Verlauf der Renovierung ab. Sie soll im März 2001 abgeschlossen sein. Köhler: "Das Café wird wahrscheinlich sogar schon früher öffnen."

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