Es entsteht ein Träger, doch das Angebot bleibt gleich.

Wuppertal. Zum neuen Kindergartenjahr, das im August beginnt, schließen sich der Elberfelder Erziehungsverein (EEV) und der Verband Evangelischer Kindertagesstätten in Barmen (Vekib) zu einem Verein zusammen. Nach der Stadt Wuppertal ist der neue Verein, der voraussichtlich den Namen "Evangelischer Kindertagesstättenverein in Wuppertal" bekommen soll, dann der größte freie Träger in der Stadt mit 270 Mitarbeitern. In den insgesamt 32 Kindergärten werden aktuell zirka 1700 Kinder betreut.

Die Entwicklung hatte sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet: 2003 wurde der Verband Evangelischer Kindertagesstätten gegründet, 2005 fusionierten dann die Kirchenkreise Barmen und Elberfeld zum Kirchenkreis Wuppertal. Vor diesem Hintergrund erschien es unlogisch zwei evangelische Kindergarten-Träger in einem fusionierten Kirchenkreis beizubehalten. "Wir arbeiten in allen wichtigen Fragen schon seit Anfang 2007 zusammen, obwohl wir noch getrennte Organe sind", sagte Pfarrer Thomas Kroemer, Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Kindertagesstätten in Barmen.

Geschäftsführung, Fachberatung und Verwaltung agieren bereits unter einem Dach. Für die betroffenen Mitarbeiter ändert sich nichts, sie bekommen nur einen neuen Träger als Arbeitgeber, werden aber weiterhin nach kirchlichem Tarif bezahlt. Auch der Bestandsschutz für die Mitarbeiter gelte weiterhin, so Kroemer. Ganz wichtig für die Familien in Wuppertal: "Die Fusion bedeutet keine Verschlankung im Angebot. Es wird weiterhin evangelische Kindergärten von Vohwinkel bis Langerfeld geben. Es sind keine Streichungen von Gruppen vorgesehen", sagt Kroemer.

Stattdessen sei die Fusion ein notwendiger Schritt, um die flächendeckende Versorgung beibehalten zu können. Die Fusion ermögliche eine gemeinsame und damit sparsamere Verwaltungsarbeit. Außerdem habe ein fusionierter und damit gestärkter Verband bessere Möglichkeiten, sich gegen mögliche Konkurrenz durchzusetzen.

Vekib war bisher eine Kindergarten-Verband als Teil der verfassten Kirche, das heißt einige der Presbyter bestimmten als Delegierte mit. Der EEV ist seit über 140 Jahren als Kindergarten-Verein aktiv. In Zukunft gibt es dann für den neuen Verein mit Geschäftsführer Robert Schmitt (schon bisher für EEV und Vekib tätig) einen hauptamtlichen Vorstand und einen Aufsichtsrat (und darüber die Mitgliederversammlung).

Bis auf Zwei Kindergärten in Unterbarmen Süd und einen in Schellenbeck-Einern, die eigene Einrichtungen sind, gehören alle anderen evangelischen Kindergärten zu dem neuen Träger.

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