Am Samstag hat der Wupperputz zum neunten Mal stattgefunden.

aktion
Yurdagül (2.v.l.) und Baki (r.) Coskun waren mit ihren Kindern Ilke (10) und Yaren (6) dabei.

Yurdagül (2.v.l.) und Baki (r.) Coskun waren mit ihren Kindern Ilke (10) und Yaren (6) dabei.

Die Wupperufer waren wieder Ziel der Müllsammler.

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Yurdagül (2.v.l.) und Baki (r.) Coskun waren mit ihren Kindern Ilke (10) und Yaren (6) dabei.

Wuppertal. Mit Gummistiefeln, Handschuhen und Müllsäcken bewaffnet haben am Samstag rund 1500 Aktive mit angepackt, als der Wupperputz seine neunte Auflage gefeiert hat. „Sensationell“, findet Organisator Michael Lutz das nicht zu Unrecht, denn selbst das kalt-graue Wetter konnte den fleißigen Helfern nichts anhaben.

Im Anschluss an die Aktion trafen sich die Teilnehmer bei der Firma „Proviel“ zur gemeinsamen Putzparty, wo es neben kleinen Präsenten und Musik auch Tee und heiße Linsensuppe mit Würstchen zum Aufwärmen gab.

Fundstücke: Ein Fahrrad, ein Stück Bauzaun, Geldbörsen

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Yurdagül (2.v.l.) und Baki (r.) Coskun waren mit ihren Kindern Ilke (10) und Yaren (6) dabei.

Yurdagül (2.v.l.) und Baki (r.) Coskun waren mit ihren Kindern Ilke (10) und Yaren (6) dabei.

Die Wupperufer waren wieder Ziel der Müllsammler.

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Die Wupperufer waren wieder Ziel der Müllsammler.

Der Wuppertaler Jürgen Saue nahm dieses Jahr zum ersten Mal am Wupperputz teil. Er brachte den Uferabschnitt rund um die Werther Brücke auf Vordermann. Dabei füllte er vier Müllsäcke randvoll, fand ein Fahrrad, ein Stück Bauzaun und gleich mehrere Geldbörsen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte die Aufräumaktion „noch ruhig ein bisschen länger gehen können“, so Saue. Er lobte besonders den Einsatz von den zahlreichen Fahrradkurieren, die die Helfer mit heißem Tee versorgten.

Coskuns wollen ihren Kindern Umweltbewusstsein vermitteln

Auch Familie Coskun war zum ersten Mal dabei. „Ich bin in Wuppertal aufgewachsen“, erzählt Mutter Yurdagül. Nach längerer Abwesenheit sei sie schockiert über den Zustand ihrer Heimatstadt gewesen – und ganz besonders über die zugemüllten Wupperufer. „Der Wupperputz ist eine super Aktion“, finden auch Tochter Yaren (6) und Sohn Ilke (10), die stolz von ihren Fundstücken berichten: einem Einkaufswagen sowie reichlich Reifen und Werkzeug. Die Eltern Yurdagül und Baki Coskun sind sich einig: Es ist wichtig, den Kindern schon früh ein Bewusstsein für die Umwelt zu vermitteln.

Nette Leute beim Aufräumen treffen

Elke Daldrup-Sobol zögerte ebenfalls nicht lange mit ihrer Anmeldung. Sie war als Einzelkämpferin unterwegs und genoss die gute Stimmung beim Aktionstag: „Man trifft nette Leute und tut etwas Nützliches an der frischen Luft“, sagt Daldrup-Sobol, die rund um die Gerichtsinsel mitputzte.

Die Motivation war übrigens bei allen Helfern die gleiche. „Umweltschutz und ein schöneres Wuppertal“ wünschen sich die Teilnehmer, denn so erfolgreich der Wupperputz auch dieses Jahr wieder war, hoffen eigentlich alle, dass er irgendwann nicht mehr nötig sein wird.

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