Vor allem leerstehende Gebäude sind betroffen.

Wuppertal. Der anhaltende Frost lässt Wuppertals Wasserleitungen bersten. 20 Mal musste die Feuerwehr von Dienstag auf Mittwoch zu Wasserrohrbrüchen in Privathaushalte ausrücken. Das Problem: Bei Minusgraden kann das Wasser in den Leitungen gefrieren. Wird es wieder wärmer, macht sich das Leck bemerkbar. "Gefahr droht üblicherweise nachts, wenn das Wasser in den Leitungen steht", sagt Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan. Damit Wohnung oder Keller nicht plötzlich unter Wasser stehen, sollten Vermieter sich vergewissern, dass alle Fenster geschlossen sind und freiliegende Leitungen mit alten Zeitungen oder Decken dämmen. "Die Heizung sollte auf niedriger Stufe laufen, auch wenn die Wohnung unbewohnt ist", sagt Stephan.Feuerwehr-Einsatzleiter Sven Wächter rät Vermietern, leerstehende Gebäude von einem Installateur auf ihre Winterfestigkeit prüfen zu lassen. "Ist eine Wohnung unbewohnt, macht es Sinn, die Wasserzufuhr zu sperren." Spezieller Frostschutz für die Toilette könnte verhindern, dass das Wasser in der Schüssel gefriert.

Großschäden am Kanalnetz, wie Ende Oktober am Loh fürchten die Stadtwerke nicht. Damals hatte der Rohrbruch die Loher Straße unter Wasser gesetzt und einen Schaden von 30 000 Euro verursacht. Die Rohre können bis zu 15   Grad Minus standhalten, erklärt Stephan. "Das Kanalnetz liegt so tief in der Erde, dass diese Temperatur kaum erreicht wird." Bisher seien alle Leitungen dicht geblieben. Das sei ein gutes Zeichen, zumal die Kältewelle vorerst ausgestanden sei.

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