BUND-Vorsitzender entschuldigt sich in einem offenen Brief.

Wuppertal. In der Diskussion um den Artenschutz auf der Nordbahntrasse und den Baustopp im Tunnel Engelnberg wendet sich der Vorsitzende des Wuppertaler Bundes für Umwelt und Naturschutz, Jörg Liesendahl, in einem offenen Brief an alle Befürworter der Nordbahntrasse - und entschuldigt sich für seine Wortwahl gegenüber Kritikern.

"Ich hoffe, Sie können mir meine unglückliche Wortwahl verzeihen, gelobe Besserung und freue mich auf einen regen Informationsaustausch mit allen, die an einer sachlichen Diskussion interessiert sind", schreibt Liesendahl. Zuletzt habe es in der Öffentlichkeit an Sachinformation gefehlt, um das Vorgehen des BUND verstehen und einordnen zu können. Nicht zu entschuldigen habe man sich dafür, die Kontrolle der Arbeiten im Tunnel Engelnberg durch die Bezirksregierung in die Wege geleitet zu haben: Dem BUND gehe es um die Überprüfung einer "rechtswidrig erteilten Ausnahmegenehmigung von den Vorschriften des Artenschutzes für Fledermäuse" - und man stehe damit nicht alleine da.

"Der Nordbahntrassen GmbH wird dieser Baustopp möglicherweise in einigen Teilbereichen einen veränderten Zeitplan abverlangen", erklärt Liesendahl. Für Tunnelarbeiten stünden sieben Monate von Frühling bis Herbst zur Verfügung, ohne Fledermäusen zu schaden. "Wir wünschen uns einen alltagstauglichen Radweg von Vohwinkel bis Nächstebreck, werden aber auch mögliche Einschränkungen in den Wintermonaten oder nachts in der Nutzbarkeit der Tunnel zur Sprache bringen." Man suche das Gespräch und werde das mit der Stadt und der Wuppertal Bewegung "ausdiskutieren müssen."

"Wir sind gesprächsbereit", erklärte Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertal Bewegung, gestern Abend dazu auf WZ-Nachfrage. Das müsse allerdings mit konkreten Ergebnissen im Sinne der Arbeiten auf der Trasse verbunden sein.

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