Fraktionsvize Schiller moniert „unternehmerisches Versagen“.

Politik
Günter Schiller von der WfW kritisiert die Stadt.

Günter Schiller von der WfW kritisiert die Stadt.

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Günter Schiller von der WfW kritisiert die Stadt.

Wuppertal. Mit harscher Kritik reagiert die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) auf die WZ-Berichterstattung über die Wuppertaler Stadtwerke, denen aufgrund der Energiewende der Wind ins Gesicht bläst und deren Wert in drei Jahren um 50 Millionen Euro gesunken ist.

Günter Schiller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der WfW moniert: „Es greift entschieden zu kurz, die mangelnde Wirtschaftlichkeit der Stadtwerke auf Einspeisungsprobleme bei den Kraftwerken zurückzuführen.“ Schiller fügt an: „Vielmehr zeichnet sich die Stadt Wuppertal seit Jahren auf der ganzen Linie durch unternehmerisches Versagen und Misswirtschaft aus.“

Schiller bezieht sich dabei unter anderem auf den Verkauf der städtischen Kliniken an Helios. Damals habe die Stadt sogar noch 50 Millionen Mark zuschießen müssen. Weitere Punkte seiner Kritik sind die Kostenexplosion beim Neubau der Schwebebahn und er stellt die Frage, weshalb sich die Stadtwerke am Kauf eines Windparks in Bayern beteiligen, der gemäß den Unterlagen für den Aufsichtsrat der Stadtwerke erst in 20 Jahren Gewinne abwerfen soll.

Rettung der GWG mit einer städtischen Finanzspritze

Schiller geht davon aus, dass die negativen Ergebnisse der städtischen Politik auch weiterhin anhalten. Als Beispiel dafür führt er die GWG Wuppertal an: „Die Serie setzt sich damit fort, dass die Stadt die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft im Jahr 2012 an die Insolvenzgrenze schlittern ließ“, sagt er und ergänzt: „Erst mit einer städtischen Finanzspritze in Höhe von 60 Millionen Euro konnte ihr vorläufiges Überleben gesichert werden. Mit diesem Betrag hätte man sonst viele fehlende Kita-Plätze schaffen können“.

Um Klarheit über die finanzielle Situation der Stadtwerke zu bekommen, wird die WfW laut Schiller eine Anfrage zur nächsten Sitzung des Stadtrats stellen, warum die Stadtwerke nicht konkurrenzfähig seien, schließlich werde auch die Kraft-Wärme-Kopplung als Energieform öffentlich gefördert. rom

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