„Macho-Manne“ und kein Ende: Eine ehemalige Freundin (54) hat den 44-Jährigen vor dem Landgericht verklagt.

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Neuer Prozess um „Macho-Manne“: Mit bedruckten T-Shirts erschienen mehrere Frauen einer Selbsthilfe-Gruppe zu den bislang zwei Wuppertaler Strafprozessen. Jetzt steht ein Zivilverfahren gegen den Frauenschwarm an. Und auch dabei dürften die Damen, die sich von dem 45-Jährigen betrogen fühlen, erscheinen – samt T-Shirts.

Neuer Prozess um „Macho-Manne“: Mit bedruckten T-Shirts erschienen mehrere Frauen einer Selbsthilfe-Gruppe zu den bislang zwei Wuppertaler Strafprozessen. Jetzt steht ein Zivilverfahren gegen den Frauenschwarm an. Und auch dabei dürften die Damen, die sich von dem 45-Jährigen betrogen fühlen, erscheinen – samt T-Shirts.

Andreas Fischer

Neuer Prozess um „Macho-Manne“: Mit bedruckten T-Shirts erschienen mehrere Frauen einer Selbsthilfe-Gruppe zu den bislang zwei Wuppertaler Strafprozessen. Jetzt steht ein Zivilverfahren gegen den Frauenschwarm an. Und auch dabei dürften die Damen, die sich von dem 45-Jährigen betrogen fühlen, erscheinen – samt T-Shirts.

Wuppertal. Ende November steht dem Landgericht ein pikanter Zivilprozess bevor: Eine ehemalige Bekannte(54) hat den unter dem Namen "Macho-Manne" bekannt gewordenen Frauenschwarm auf Zahlung von 20 000  Euro verklagt. "Macho-Manne" und kein Ende. Seit August dieses Jahres sorgt der 45 Jahre alte Kfz-Mechaniker, den bundesweit reihenweise Frauen angezeigt haben sollen, für Schlagzeilen.

Erst erschien er nicht zu seiner Berufungsverhandlung in Wuppertal, wurde per Haftbefehl gesucht, schließlich erneut in Wuppertal gefasst. Trotzdem platzte anschließend ein Strafprozess in Düsseldorf, weil das Amtsgericht dort von der Verhaftung im Tal nichts wusste. Dann wurde der 45-Jährige im besagten Wuppertaler Berufungsverfahren nicht rechtskräftig zu einer deutlich höheren Strafe verurteilt. Und: "Macho-Manne" befindet sich nach wie vor in der JVASimonshöfchen in U-Haft.

Das ist wohl auch der Grund, warum jetzt das Zivilverfahren in Wuppertal terminiert wurde. Man kenne ja jetzt den Aufenthaltsort des Mannes, heißt es seitens des Landgerichts dazu. Fakt ist: Für den Termin am 24.November vor der 4. Zivilkammer hat das Gericht bislang zwar keine Zeugen wohl aber "Macho-Mannes" Erscheinen angeordnet.

Gibt es die Chance auf eine außergerichtliche Einigung?

Auch das ist nicht ungewöhnlich. In Zivilsachen gibt es bekanntlich keinen Angeklagten. Insofern bekommen sowohl die Klägerin als auch der Beklagte Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen, um unter Umständen eine gütliche mithin außergerichtliche Einigung zu erzielen. Ob das noch möglich ist, bleibt abzuwarten.

Laut Landgericht handelt es sich bei der Klägerin jedenfalls um eine der Wortführerinnen der Frauen-Selbsthilfegruppe, die sich von "Macho-Manne" betrogen fühlt. Laut Klageschrift soll die Klägerin dem 45-Jährigen besagte 20000Euro nur geliehen haben. Ob und wie sich das beweisen lässt, wird sich vor dem Zivilgericht zeigen.

Wie berichtet, hat das Landgericht Mitte Oktober den 45-Jährigen wegen Diebstahls und Betrugs zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Bewährung wäre damit ausgeschlossen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidiger Tim Geißler will in die Revision. Fakt ist: Das Landgericht ging deutlich über das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts hinaus, das "Macho-Manne" Ende April zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt hatte.

Der 45-Jährige hat 35 Vorstrafen - darunter 14 Betrugsdelikte. Verteidiger Tim Geißler legte zuletzt großen Wert darauf, dass sein Mandant kein Heiratsschwindler sei.

Im Strafprozess war die jetzt als Klägerin auftretende 54-Jährige als Zeugin gehört worden. Dabei präsentierte sie an die 500 Handy-Kurznachrichten, die von "Macho-Manne" stammen sollen. Der 45-Jährige habe ihr erzählt, er sei Unternehmer und habe ein Haus für sie beide gekauft. Im Strafprozess behauptete "Manne" allerdings, die 54-Jährige kaum zu kennen.

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