Altenpflegerin lag vier Tage im Krankenhaus.

SYB CLK
Vor die Haube eines Mercedes CLK ist im April eine Fußgängerin in Oberbarmen geraten, weil sein junger Fahrer zu schnell damit unterwegs war.

Vor die Haube eines Mercedes CLK ist im April eine Fußgängerin in Oberbarmen geraten, weil sein junger Fahrer zu schnell damit unterwegs war.

Lothar Strücken

Vor die Haube eines Mercedes CLK ist im April eine Fußgängerin in Oberbarmen geraten, weil sein junger Fahrer zu schnell damit unterwegs war.

Wuppertal. Nach Autofahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss hat ein 21-Jähriger schon zwölf Punkte in der Verkehrssünderkartei und musste schon zwei Mal den Führerschein abgeben. Am Mittwoch war es wieder soweit. Weil er an einem April-Nachmittag 2010 am Busbahnhof Oberbarmen eine Altenpflegerin (53) umgefahren habe, verurteilte ihn Jugendrichter Christian Amann zu 120 Arbeitsstunden und 800 Euro Schmerzensgeld. Und: Der Richter ordnete den sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis an.

„Ich bin die Asi-Runde gefahren.“

Der Angeklagte vor Gericht Das scheint für den jungen Mann das Schlimmste zu sein: „Wie soll ich denn jetzt mein Auto nach Hause fahren?“ fragte er ungläubig und behauptete den Führerschein nicht dabei zu haben. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, das Fahrverbot (18 Monate) gilt jedoch ab sofort. Den Unfall hatte er mit einem Mercedes CLK verursacht. Laut Urteil hat er sich damals zunächst um Schäden am Wagen gesorgt, obwohl das Opfer mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden war. Auch nach dem Eintreffen der Polizei zeigte der Angeklagte ein Verhalten, „welches einem Super-GAU gleichkommt“, so Richter Amann. „Wir können ins Gebüsch gehen, dann zeig ich Dir eine Aussage“, hat der Angeklagte laut Polizei vor Ort einem Zeugen gedroht. Im Urteil konstatierte Richter Amann, dass der Angeklagte beim Umrunden des Busbahnhofs eine rüpelhafte Fahrweise an den Tag gelegt habe. Der 21-Jährige: „Ich bin die Asi-Runde gefahren. So nennt man das.“

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