Gelernter Metzger (37) nach Teilgeständnis verurteilt

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Archiv-

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Andreas Fischer

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Wuppertal. Wer nachts mit 100 Kilo Fleisch auf einem Rollwagen durch die Nordstadt läuft, fällt auf. Das musste auch ein 37-jähriger Wuppertaler feststellen, der im August derart bepackt von der Polizei gestoppt wurde. Am Dienstag stand der gelernte Metzger wegen besonders schweren Diebstahls vor dem Amtsgericht. Das Urteil: ein Jahr Haft ohne Bewährung.

So abenteuerlich wie die Aktion selbst war auch die Geschichte des einschlägig vorbestraften Mannes: Er habe schwarz bei der Metzgerei in der Kleinen Bandstraße, wo er das Fleisch nach eigenen Angaben geklaut hatte, gearbeitet. "Die haben mir anderthalb Monatsgehälter geschuldet", sagte der 37-Jährige am Dienstag. Als er in jener Nacht betrunken aus der Kneipe kam, habe er einen "Rappel" bekommen und das Fleisch aus dem Transporter genommen.

Der Metzgerei-Inhaber (68) bekundete hingegen, es sei 20 Jahre her, dass der Angeklagte bei ihm gearbeitet habe. Gegenüber der Versicherung sprach er von 360 Kilo Fleisch, die ihm gestohlen wurde. Wo das Fleisch geblieben war, konnte das Gericht nicht klären, schickte den Fleisch-Dieb jedoch für ein Jahr ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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