Im Schauspielhaus gibt es eine Ausstellung zur Skulptur.

Bodo Berheide vor seiner Figura Magica.
Bodo Berheide vor seiner Figura Magica.

Bodo Berheide vor seiner Figura Magica.

Uwe Schinkel

Bodo Berheide vor seiner Figura Magica.

Wuppertal. Wieder steht das Schauspielhaus im Blickpunkt. Vielmehr der namenlose Platz davor. Denn dort fand jetzt mit der Eröffnung der Ausstellung mit Zeichnungen zur Figura Magica auch die feierliche Einweihung ebenjener Skulptur statt. Es ist ein überdimensioniertes Hufeisen - und mehr als nur ein Glückssymbol.

Dieses gusseiserne Werk, erdacht und geschaffen von Bodo Bergheide, versinnbildlicht das Magnetfeld unserer Erde. "Unser Planet ist einmalig", erklärt der Wuppertaler Künstler, der sonst bevorzugt mit Papier arbeitet. "Mit der Drehung des schweren Kerns nach außen möchte ich auf das Innere verweisen." Das wiederum ist quasi ein Rückbezug auf das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Und was nach Meinung des Künstlers "unbedingt erhaltenswert" ist.

Scheint die Sonne auf das Rieseneisen, werden Städtenamen erkennbar. Bereits 1991 geschaffen, war die sechs Tonnen schwere Skulptur aus Wuppertal auf Reisen. "Sie ist ein Mal um die ganze Welt gekommen", und bei vielen der Etappen war Bodo Berheide mit von der Partie. Weil Dublin damals europäische Kulturhautstadt war, war das die erste Station, von dort ging es nach Montreal, den Kontinent runter bis Sidney. Durch die Bekanntschaft mit Klaus Stiebeling, der viele Jahre in Japan lebte, entstand der Kontakt ins "Land der aufgehenden Sonne".

Auch dort konnte das ungewöhnliche Objekt, das so viele Assoziationen zulässt, begutachtet werden. "Es ging aber nicht allein darum, im Rhythmus von zwei Jahren in einer anderen Stadt zu sein." Vor Ort sind Verbindungen und Vernetzungen entstanden. "Dieser Ideenaustausch bezieht sich auf unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Gestaltungsformen. Geplant ist deshalb, im Herbst des Jahres Künstler der einzelnen Hufeisen-Länder, nach Wuppertal einzuladen. Das Hufeisen dagegen hat seinen Platz gefunden: Es zieht vor dem Schauspielhaus die Blicke auf sich.

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