Die WZ sprach mit Siegfried Brütsch über das Sicherheitskonzept für die Großveranstaltung in Vohwinkel.

Aus und vorbei: Jahrzehntelang war die Kaiserstraße in Vohwinkel beliebter Treffpunkt von Trödelfans aus ganz Deutschland. Jetzt droht der Großveranstaltung im Westen Wuppertals das endgültige Aus.   Archiv
Aus und vorbei: Jahrzehntelang war die Kaiserstraße in Vohwinkel beliebter Treffpunkt von Trödelfans aus ganz Deutschland. Jetzt droht der Großveranstaltung im Westen Wuppertals das endgültige Aus. Archiv

Aus und vorbei: Jahrzehntelang war die Kaiserstraße in Vohwinkel beliebter Treffpunkt von Trödelfans aus ganz Deutschland. Jetzt droht der Großveranstaltung im Westen Wuppertals das endgültige Aus. Archiv

Andreas Fischer

Aus und vorbei: Jahrzehntelang war die Kaiserstraße in Vohwinkel beliebter Treffpunkt von Trödelfans aus ganz Deutschland. Jetzt droht der Großveranstaltung im Westen Wuppertals das endgültige Aus. Archiv

Herr Brütsch, hat sich das Sicherheitskonzept für den Flohmarkt in Vohwinkel seit der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg gravierend geändert?

Siegried Brütsch: Eigentlich nicht. Aber natürlich kommt nach einem solchen Unglück noch einmal alles auf den Prüfstand. Und wir haben bei Schwachstellen nachgebessert.

„Wir haben ein schlüssiges und umsetzbares Sicherheitskonzept.“

Siegfried Brütsch

Welche?

Brütsch: Die Kommunikation. Ordner mit Handys auszustatten, ist nicht zweckmäßig. Sie kennen das aus der Silvesternacht. Sobald alle anfangen, ihre Grüße per Handy weiterzugeben, bricht ganz schnell das Netz zusammen. Das können wir im Ernstfall nicht riskieren.

Die Lösung?

Brütsch: Wir binden die Ordner an die Sanitätsdienste und damit an den Funk an. So sind wir im Ernstfall von Mobilfunknetzen unabhängig, und die Einsatzleitung ist schnell und sicher erreichbar. Weil die Sanitäter so oder so vor Ort sind, verursacht das auch keine zusätzlichen Kosten. Soll heißen: Für die Ordner des Veranstalters müssen keine Funkgeräte beschafft werden.

Trotzdem steht der Flohmarkt vor dem Aus. Liegt das an der Diskussion zum Unglück bei der Loveparade?

Brütsch: Ein gravierendes Unwetter, ein Unfall, eine Panik: Bei einer Großveranstaltung wie dem Vohwinkeler Flohmarkt muss man natürlich in alle Richtungen denken. Und trotzdem muss man auch ganz klar sagen: Die Loveparade ist nicht mit dem Flohmarkt vergleichbar. Wir haben entlang der Kaiserstraße durch Stichstraßen, Einfahrten und Parkplätze jede Menge Auslaufflächen. Unsere Einsatzleitung befindet sich auf dem Lidl-Parkplatz – quasi genau in der Mitte. Das ist eine völlig andere Situation als in Duisburg.

Hat der Flohmarkt in Vohwinkel in diesem Jahr noch eine Chance?

Brütsch: Es ist wirklich sehr schade, dass diese traditionsreiche und schöne Veranstaltung endgültig abgesagt wurde. Ich kann nur sagen, dass wir ein schlüssiges und umsetzbares Sicherheitskonzept haben und dem Veranstalter jede denkbare Hilfe zukommen lassen.

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