Baustelle: Nach dem Frost wollen die WSW die Hauptleitung innerhalb weniger Wochen fertig stellen. In Höhe der BEK verläuft die Trasse auf Dauer über Tage: Im Boden herrscht schon Hochbetrieb.

Wuppertal. Der harte Winter setzt auch der Fernwärme-Großbaustelle auf den Südhöhen zu. Wie die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) auf WZ-Nachfrage brichten, sollte die Hauptverbindung zwischen dem Müllheizkraftwerk auf Korzert bis nach Ronsdorf Ende Januar eigentlich komplett in Betrieb sein. Jetzt geht man davon aus, innerhalb von etwa vier Wochen fertig zu werden, wenn das Wetter erst einmal wieder baustellentauglich ist.

Seit der Weihnachtspause kein Durchkommen

"Seit der Weihnachtspause konnte nicht mehr richtig gearbeitet werden", erklärt Ingo Karbe, bei den WSW für die Infrastruktur des Fernwärme-Netzes zuständig, mit Blick auf die Etappe bis zur Otto-Hahn-Straße.

Wie berichtet, gehört neben dem ehemaligen GOH-Kasernengelände auch der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) zu den Abnehmern der Fernwärme. Die Anschlüsse unter anderem für das neue Jugendgefängnis liegen schon - und warten nur noch auf die Inbetriebnahme. Welche Ausmaße die Fernwärme-Leitungen haben, ist vor allem in Höhe des BEK-Gebäudes zu sehen, wo die Verbindung entlang der Trasse oberirdisch geführt wird.

Um ein Provisorium handele es sich dabei aber nicht, erklärt Karbe: "Grund für diese Verlegung ist der mangelnde Platz im Untergrund." So verlaufen in diesem Abschnitt etliche Leitungen für Gas, Strom, Telekommunikation und die Entwässerung. Hinzu kommt in der Nachbarschaft des Wasserturms ein nicht unerhebliches Maß an Wasserleitungen. Dort in die Tiefe zu gehen, sei zu schwierig und auch zu teuer, so Karbe. Es ist allerdings vorgesehen, den Leitungsstrang mit einem Zaun zu versehen, der abschließend begrünt wird.

Ende Juni 2008 wurden die Arbeiten an der Fernwärmetrasse nach Lichtscheid auf gut 3,4 Kilometer Länge offiziell gestartet - verbunden mit einer Investition von fast zwölf Millionen Euro bis 2011.

Nach dem Endausbau vom AWG-Müllheizkraftwerk aus soll per Pipeline eine Wärmemenge über die Südhöhen transportiert werden, die einem Jahresverbrauch von etwa elf Millionen Litern Heizöl entspricht. Transportiert wird 130 Grad heißes Wasser.

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