Es ist natürlich immer populär zu fordern, dass die Stadt Stellen streicht. Und vielleicht ist es auch richtig, dass durch eine effizientere Organisation erhebliche Kosten gespart werden können. Das funktioniert aber nicht, wenn eine in Düsseldorf sitzende Kommunalaufsicht entscheidet, dass frei werdende Stellen einfach nicht wiederbesetzt werden dürfen. Solch ein Verfahren ist weder zielgenau noch ergebnisorientiert.

Die Zeche zahlt im Endeffekt der Wuppertaler Bürger - weil die Stadtteilbibliothek nicht mehr regelmäßig offen ist oder er zwei Stunden im Einwohnermeldeamt sitzt und darauf wartet, endlich dran zu kommen. Das kann nicht richtig sein. Die Stadt führt derzeit Gespräche mit der Bezirksregierung, um die Wiederbesetzungssperre wenigstens zu lockern. Hoffentlich gelingt dies - im Interesse der Wuppertaler.

Robert.Maus@westdeutsche-zeitung.de

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