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Mit Blumen und Plakaten drückten die Wuppertaler damals ihre Fassungslosigkeit über das Schicksal der kleinen Talea aus.

Mit Blumen und Plakaten drückten die Wuppertaler damals ihre Fassungslosigkeit über das Schicksal der kleinen Talea aus.

Andreas Fischer

Mit Blumen und Plakaten drückten die Wuppertaler damals ihre Fassungslosigkeit über das Schicksal der kleinen Talea aus.

Wuppertal. Das Urteil im Fall des am 18. März 2008 zu Tode gekommenen Pflegekindes Talea  ist rechtskräftig. Wie berichtet, war im Januar dieses Jahres die Ex-Pflegemutter (39) der Fünfjährigen wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof  hat die Revision der Nebenklage  - sie vertritt die leiblichen Eltern der Fünfjährigen -   und der Verteidigung  - sie hatte Freispruch gefordert - zurückgewiesen. Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft im Prozes elf Jahre Haft wegen Totschlags gefordert, ihre Revision dann aber zurückgezogen. Die 39 Jahre alte Ex-Pflegemutter des Mädchens befindet sich weiterhin in Haft.

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. So hatte die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich auch gegen das Jugendamt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt, im Prozess negierte das Gericht jede strafrechtliche Verantwortung seitens des Jugendamtes. Dennoch hat die Stadt ihre Kontrollmechanismen nachgebessert. Wie berichtet, sollen Pflegeeltern künftig unter anderem gebeten werden, den jeweiligen Kinderarzt bei Anfragen des Jugendamtes von der Schweigepflicht zu entbinden. spa

Alle WZ-Artikel zum Fall Talea können hier im Special nachgelesen werden.

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