Mehr als 20 Menschen wollten radelnd Jesus näher kommen.

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Entspannte Stimmung und dicke Handschuhe: beste Startvoraussetzung für den Fahrradkreuzweg am Wichlinghauser Bahnhof

Entspannte Stimmung und dicke Handschuhe: beste Startvoraussetzung für den Fahrradkreuzweg am Wichlinghauser Bahnhof

Andreas Fischer

Entspannte Stimmung und dicke Handschuhe: beste Startvoraussetzung für den Fahrradkreuzweg am Wichlinghauser Bahnhof

Wuppertal. In drei Wochen ist Ostern – für gläubige Wuppertaler Katholiken wird es also Zeit, den Kreuzweg zu gehen, um der Leiden Jesu zu gedenken. In Zeiten von Smartphones, Tablets und Facebook denken viele allerdings nicht mehr an solche Traditionen. Darum hat sich die katholische Citykirche Elberfeld etwas Neues einfallen lassen und auf der Nordbahntrasse den ersten Wuppertaler Fahrradkreuzweg veranstaltet.

Kurze Pausen für Andachten an fünf Stationen

„Kirche kann an jedem Ort lebendig werden. Wir möchten den Menschen gerne einen anderen Zugang zum Glauben bieten und darum sind wir auf die Idee gekommen, mit dem Fahrrad die Stationen des Kreuzweges im wahrsten Sinn des Wortes zu erfahren“, sagt Max Moll.

Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter der katholischen Kirche und hat vor einem Jahr das Konzept des Fahrradkreuzweges entwickelt: „Ich komme aus Wuppertal und engagiere mich viel bei den Kirchen-Radtouren des Tourenportals www.pfarr-rad.de“, so Moll. „Als die Nordbahntrasse vor knapp einem Jahr fertiggestellt wurde, dachte ich mir, dass man auch in Wuppertal Fahrrad mit Kirche verbinden müsste.“

Dieser Gedanke scheint nicht so schlecht gewesen zu sein. Mehr als 20 Menschen haben an der Fahrradtour von der Fahrradkapelle Wichlinghausen bis zum Vohwinkler Homanndamm teilgenommen. An fünf Stationen werden kurze Pausen für Andachten eingelegt. „Obwohl wir regelmäßige Kirchgänger sind, haben wir seit Jahren keinen Kreuzweg mehr gemacht. Und wir hätten wahrscheinlich auch keinen mehr gemacht, wenn wir nicht von dem Fahrradkreuzweg erfahren hätten“, sagt Erhardt Fuchs, der mit seinen fünf- und achtjährigen Söhnen Benjamin und Dominik dabei ist. „Gerade für die Kinder ist es super, weil die Strecke und die Andachten nicht zu lang sind und regelmäßige Pausen eingelegt werden.“

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