Viele Leser kamen mit dem Rad zum WZ-Mobil, einige aus Überzeugung, andere waren einfach mal umgestiegen.

Fahrradstadt Wuppertal und Lastenrad Fienchen verschenkten Donnerstag am Steinweg-Viadukt Kaffee und Gebäck an die Radfahrer.
Fahrradstadt Wuppertal und Lastenrad Fienchen verschenkten Donnerstag am Steinweg-Viadukt Kaffee und Gebäck an die Radfahrer.

Fahrradstadt Wuppertal und Lastenrad Fienchen verschenkten Donnerstag am Steinweg-Viadukt Kaffee und Gebäck an die Radfahrer.

Fahrradstadt Wuppertal und Lastenrad Fienchen verschenkten Donnerstag am Steinweg-Viadukt Kaffee und Gebäck an die Radfahrer.

Wuppertal. Umdenken und umsteigen – dazu soll der internationale autofreie Tag beitragen. Schüler des Gymnasiums Bayreuther Straße und der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg hatten sich zuvor dafür eingesetzt, dass Wuppertal sich beteiligt. Sie haben nicht nur Andreas Mucke als Schirmherrn gewonnen, sondern ein breites Bündnis bewegt, ein abgasfreies Programm auf die Beine zu stellen.

Was davon bei ihnen angekommen ist, und wie sie es mit dem Auto halten, haben die Bürger am WZ-Mobil auf dem Park-and-Ride-Parkplatz des Bahnhofs Vohwinkel erzählt. „Von dem Tag habe ich nichts gehört, aber ich bin fast immer autofrei unterwegs – und wenn ich nur ins Dorf fahre und Brötchen hole. Bei uns bin ich der Einzige im Haus, der morgens für alle Brötchen holt. Meine Frau ist auch viel mit dem Rad unterwegs“, berichtete der Sprockhöveler Karl Liebaum. Für seine Besorgungen nutzt Albert Würflinger schon das Auto. „Wenn viel zu schleppen ist, ist das einfacher. Mit einem Kasten Bier lässt sich nicht gut radeln.“

15 Minuten früher gestartet

Iris Michelmann schwingt sich regelmäßig in den Sattel, um von Solingen nach Barmen zur Arbeit zu fahren. Am autofreien Tag ist sie bewusst eine Viertelstunde früher gestartet. „Zum Frühstück wollte ich auf der Brücke in Barmen sein. Das war um 6.45 Uhr. Da habe ich noch Kaffee und Butterwecken bekommen.“

Als Pendler ist auch Wolfgang Schröpfer viel unterwegs. Er kombiniert rad und Bahn, um schnell und stressfrei in Düsseldorf anzukommen. „Mein Faltrad nehme ich mit, das erspart mir hier den Bus uns dort die U-Bahn. Außerdem bin ich damit 30 Minuten schneller und immer sicher, dass ich den Zug erwische.“ Für die 1,5 Kilometer zum Bahnhof ins Auto zu steigen, würde ihm nicht einfallen. „Das wäre einfach Unsinn, denn der Wagen würde auf dem Weg gar nicht richtig warm.“

Aus Überzeugung bewegt sich Klaus Lang auf zwei Ränder fort. „Wir haben mit vier Erwachsenen ein Auto und das steht fast immer vor der Tür“, berichtet der ADFC-Vorsitzende. Er hatte am Durchgang zum Bahnhof einen Stand aufgebaut, um für den Tritt in die Pedale zu werben. Die Resonanz war mäßig. „Es war uns bewusst, dass nicht ganz Wuppertal das Auto stehenlässt. Doch heute morgen auf der Trasse war richtig viel los. Dort hat vor allem der Schülerverkehr massiv zugenommen.“

Die Trasse schätzt auch Anneli Renzel ganz besonders. „Die ist wunderbar und macht das Rad zum optimalen Verkehrsmittel für die Stadt.“ Generell seien die Wuppertaler jedoch noch ziemlich unerfahren mit dem Rad. „Viele kennen die Regeln nicht und denken immer, sie hätten Vorfahrt“, sagt die gebürtige Münsterländerin.

Eher unregelmäßig ist Michael Schedel mit Muskelkraft unterwegs. „Als ich den Zeitungsartikel gelesen habe, habe ich mich heute ganz bewusst für das Rad entschieden, um von Elberfeld nach Vohwinkel zu einem Termin zu kommen.“

Der Wuppertaler genießt besonders, sich dabei sportlich zu betätigen. „Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, das öfter zu machen. Das scheitert jedoch meist an der Bequemlichkeit und dem schlechten Wetter in Wuppertal – weniger an dem ständigen Bergauf und Bergab.“

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