Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer bestreiten ihre erste Spielzeit im Tanztheater.

Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer bestreiten ihre erste Spielzeit im Tanztheater.
Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer gehören zu den Youngsters im Tanztheater.

Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer gehören zu den Youngsters im Tanztheater.

Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer gehören zu den Youngsters im Tanztheater.

Claudia Kempf, Bild 1 von 2

Ekaterina Shushakova und Milan Kampfer gehören zu den Youngsters im Tanztheater.

„36 Tänzer aus drei Generationen und 19 Ländern“, beschreibt das Tanztheater Pina Bausch sein Ensemble. Das Prinzip der breiten Altersfächerung (Mitte 20 bis Anfang 60 Jahre) ist ein Kennzeichen des Theaters, das schon unter der legendären Intendantin galt und sich auf dem Weg in eine Zukunft ohne sie bewährt.

Sich mit sehr viel Respekt an die Rollen herantasten

Zu den Youngsters, die seit der aktuellen Spielzeit dabei sind, gehören die Russin Ekaterina Shushakova und der Berliner Milan Kampfer. Beide standen gerade bei „1980“ auf der Bühne, und beide wirken in „Die sieben Todsünden“ mit, die im Januar aufgeführt werden. „Es ist eine faszinierende Gelegenheit, ein so unglaubliches Werk einzustudieren“, schwärmt Shushakova von den Arbeiten an „1980“. Und Kampfer hebt den Kontrast zur Arbeit an „Das Frühlingsopfer“ hervor, wo man eher Teil einer Gruppe oder eines Rituals gewesen sei: „In 1980 geht es um das charakteristische Arbeiten und um Figuren/Personas, denen man Leben einhaucht. Man tastet sich mit sehr viel Respekt an diese Rollen ran.“

Respekt empfinden die beiden auch im Umgang mit den älteren Tänzern, deren Wissen sie gerne nutzen. Kampfer: „Sie haben jede Menge Wissen und Details zu jeder Rolle. Eddie Martinez, der meine Rolle zuletzt mehrfach verkörpert hat, hat mich intensiv gecoacht.“ Außerdem helfen Tänzer(innen) wie Nazareth Panadero mit, „dass wir ‚Neuen‘ die Essenz der Rolle verstehen“. Sie geben Informationen, und sie schenken Vertrauen, „dass wir das Werk persönlich umsetzen können“, ergänzt Shushakova. Nicht zuletzt gibt es viele Aufführungsvideos, die, „Details und Unterschiede, Wichtiges und Persönliches“ sichtbar machen.

Wenn sich eine Generalprobe wie eine Premiere anfühlt

Ungewöhnliches Theater, ungewöhnliche Methoden. Dazu gehörte eine öffentliche Generalprobe für „1980“, die sich für Shushakova und Kampfer wie eine Premiere anfühlte, mit all ihrer Unsicherheit und Selbstkritik. Erleichterung verschaffte dabei das Wissen, dass es ja nur die Generalprobe war. Extreme Emotionsschwankungen bietet auch das Stück selbst. Shushakova hebt die Spannbreite von tiefer Traurigkeit bis zu Glückseligkeit und Kindlichkeit hervor. Kampfer gefallen besonders Kindheit und Erinnerung, die auf dem Spielrasen gelebt werden, „Erinnerungen, in denen wir uns alle wiederfinden können“. Schade nur, dass Pina nicht dabei ist. Shushakova: „Es wäre sehr schön gewesen, Pina darüber reden zu hören.“

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