Bei der Umfrage zur Baumschutzsatzung fielen die Meinungen sehr unterschiedlich aus.

Die WZ-Mitarbeiter Annabell Fugmann (l.) und Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch beim WZ-Mobil.
Die WZ-Mitarbeiter Annabell Fugmann (l.) und Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch beim WZ-Mobil.

Die WZ-Mitarbeiter Annabell Fugmann (l.) und Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch beim WZ-Mobil.

Stefan Fries

Die WZ-Mitarbeiter Annabell Fugmann (l.) und Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch beim WZ-Mobil.

Wuppertal. Vermissen Sie die 2006 gekippte Baumschutzordnung, weil die Stadt jetzt ohne umfassende Prüfung den Bäumen mit Axt und Säge zu Leibe rücken darf? Diese Frage stellten Mitarbeiter der WZ Spaziergängern rund um das schlanke, 25 Meter hohe Weyerbusch-Denkmal oben auf der Kaiserhöhe – und erhielten dabei unterschiedlichsten Antworten.

„Ich finde, dass in Wuppertal nicht zu viele Bäume gefällt werden. Hier auf der Kaiserhöhe fallen manche Bäume auch von selbst um, weil sie von Regen und Sturm entwurzelt worden sind“, sagten Erika und Adolf Schwarz, die das Naherholungsgebiet seit mehr als 50 Jahren besuchen.

Das sahen die Rentnerin und Anwohnerin Marlies Quer-Dlouay etwas anders: „Ich liebe jeden Baum hier oben und bin gegen Fällungen“, sagt sie bestimmt, und auch Gaby Smeets, die mit ihrem Enkel auf dem Spielplatz am Fuße des Weyerbusch-Denkmals war, fügte hinzu: „Da hinten am Bolzplatz wurde unverständlicherweise eine riesige alte Buche gefällt, die offensichtlich ganz gesund war. Ich finde, dass man im Schatten sicher besser Fußball spielen kann als in der prallen Sonne.“

An die Folgen einer Fällung zu denken, gab ihr Mann Silvester Smeets den Verantwortlichen auf den Weg: „Solche schwerwiegenden Entscheidungen sollten mit Sinn und Verstand getroffen und nicht nur die momentanen Vorteile gesehen werden. Die Eiche bei uns vor dem Haus fällt nur über meine Leiche, oder wenn sie wirklich krank sein sollte.“

Eine gegenteilige Meinung vertrat Frieder Dannenberg: „Auf meinem Grundstück steht ein großer Baum, der sehr viel Licht wegnimmt. Da bin ich froh, wenn der gefällt wird.“

„Es wäre schon besser, wenn jemand die Baumfällungen kontrollieren würde“, sagte Nannette Lotz, schließlich seien Bäume schützenswert. Aber dennoch fiel ihr auf, dass Wuppertal trotz der fehlenden Baumschutzsatzung eine grüne Stadt sei.

„Wir haben in unserer Gegen nicht so viele Bäume, deshalb kommen wir gerne hierher zur Kaiserhöhe“, sagte Besucherin Stefanie Klee. „Mein kleiner Sohn liebt den Spielplatz und den Wald rund herum.“ Eine Regelung, was Baumfällungen angeht, hält sie unbedingt für erforderlich.

Eugen Mattes sagte dazu: „Zumindest müssten vor einer Fällung die Anwohner informiert werden.“

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer