Die schlagkräftigsten Argumente für den neuen Döppersberg liefert immer noch der alte: Wer offenen Auges von der Innenstadt aus zum Hauptbahnhof flaniert, hat spätestens nach 50 Metern die letzte Seite jenes Notizblocks gefüllt, den man jedem Kritiker ruhigen Gewissens zur Lektüre überlassen kann. Das fängt bei der "Platte" an, zieht sich durch die "Harnröhre" immer bergauf und endet beim Hähnchen-Wagen, der Wuppertal-Besucher am Ausgang des Hauptbahnhofs mit knusprigem Grillgut begrüßt.

Dass Wuppertal ein neues Tor zur Innenstadt bekommt, und dass es eben nicht nur beim Face-Lifting für ein Verkehrsrelikt der 60er Jahre bleibt, ist überfällig. Andere Städte sind diesen Weg bereits gegangen - und stolz darauf.

stefan.melneczuk@ westdeutsche-zeitung.de

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