Stadt dementiert Zusammenhang mit Skandal um suspendierten Amtsrat W.

Wuppertal. Gegen den früheren städtischen Beigeordneten Udo Hackländer wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt von Ausländern ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat einen entsprechenden Bericht des Magazins Focus bestätigt. Demnach soll Hackländer falsche Verpflichtungserklärungen abgegeben haben, um Bürgern aus China eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu beschaffen. Hackländer soll für den Unterhalt der Chinesen gebürgt haben.

Wie berichtet, hat der ehemalige Beigeordnete, Ex-CDU-Bürgermeister und Partei-Chef 2008 die Privatinsolvenz beantragt. Deswegen prüft die Staatsanwaltschaft, woher Hackländer die finanziellen Mittel hatte, um für die Chinesen bürgen zu können.

Die Prüfung des Falls sei noch nicht abgeschlossen, sagte Behörden-Sprecher Wolf Baumert der WZ. Ein Zusammenhang zu dem in dieser Woche beginnenden Prozess gegen einen langjährigen Abteilungsleiter im Wuppertaler Ausländeramt sei bislang nicht erkennbar. Wie berichtet, müssen sich ab Mittwoch der suspendierte Amtsrat Michael W. und ein als "Onkel Mehmet" bekannter türkischer Gemüsehändler wegen Korruption vor Gericht verantworten. Nach seiner Verhaftung hatte das Duo zugegeben, türkischen Staatsbürgern gegen Schmiergeld Aufenthaltsgenehmigungen zu beschaffen.

Eine Sprecherin der Stadt Wuppertal dementierte gestern, dass der angeklagte AmtsratW.in den Hackländer-Chinsesen-Fall involviert gewesen ist. Bei derartigen Verpflichtungserklärungen prüften Sachbearbeiter, ob es Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Bürgen gebe. Im Fall Hackländer sei man offenbar davon ausgegangen, dass ein Beigeordneter im Ruhestand die finanziellen Mittel hat, um als Bürge aufzutreten. Dem Vernehmen nach ist die Privatinsolvenz des Ex-Beigeordneten innerhalb der Verwaltung nicht offiziell bekannt gegeben worden. spa

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