Signature Capital investiert 55 Millionen Euro am Döppersberg.

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Gestern wurde der Tunnel unter dem Döppersberg für immer geschlossen – Ercolino Carrozzo war der allerletzte Passant, der ihn durchquerte.

Gestern wurde der Tunnel unter dem Döppersberg für immer geschlossen – Ercolino Carrozzo war der allerletzte Passant, der ihn durchquerte.

Andreas Fischer

Gestern wurde der Tunnel unter dem Döppersberg für immer geschlossen – Ercolino Carrozzo war der allerletzte Passant, der ihn durchquerte.

Wuppertal. 2,31 Millionen Euro wird Signature Capital für das Baugrundstück am Döppersberg bezahlen. Der irische Investor plant dort den Bau eines fünfstöckigen Geschäftshauses für die Modekette Primark und will 55 Millionen Euro investieren. Voraussetzung ist, dass der Stadtrat am 10. Februar dem Vertragsentwurf zwischen Stadt und Signature Capital zustimmt. Die Mehrheitsfraktionen SPD und CDU haben ihre Zustimmung signalisiert.

„Die Pläne für den Bau des FOC in der Bahndirektion sehen wir sehr positiv.“

Timo Herzberg, Geschäftsführer von Signature Capital

2,31 Millionen Euro – diese Summe, die ein unabhängiger Gutachterausschuss als Wert für das Grundstück ermittelt hat, macht nur einen kleinen Teil der Investitionen aus. Timo Herzberg, Geschäftsführer der Signature Capital, kündigte an, dass sein Unternehmen mit Investitionen von 55 Millionen Euro statt bisher 30 Millionen Euro plant. „Wir tun das gerne und guten Gewissens. Die Pläne für das FOC in der Bahnhofsdirektion sehen wir ebenfalls sehr positiv. Auch unsere potenziellen Mieter haben uns dazu ein positives Feedback gegeben“, sagt Herzberg. Signature Capital wird die Geschäftsbrücke, die von der Fußgängerzone zum Bahnhof führt, auf beiden Seiten bebauen. Dadurch entstehen zusätzliche Verkaufsflächen.

Ohne Investor höherer Eigenleistungen

Mit 65 Millionen fördert das Land NRW den Umbau des Döppersbergs. Das Förderrecht sieht vor, dass ein Großteil der Summe aus dem Grundstücksverkauf in die Kasse des Landes fließen wird. Oberbürgermeister Peter Jung misst einer anderen Zahl noch größere Bedeutung zu: 500 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Die Stadt verpflichtet sich, die Kosten für einen Aufzug zum oberen Platz und die Verkleidung der Fassade zur B 7 mit Natursteinen zu übernehmen. Eingeplant sind Kosten von 2,7 Millionen Euro. Außerdem soll eine Risikorückstellung von drei Millionen Euro gebildet werden. Ob die 5,7 Millionen Euro über das Gesamtbudget von 140,5 Millionen Euro abgedeckt sind, ließ Stadtdirektor Johannes Slawig offen. Hätte es keinen Investor gegeben, hätte das sechs Millionen Euro für dann erforderliche Eigenleistungen gekostet, rechnete er vor.

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