Bei der griechischen Sauna gibt es heiße Temperaturen und ein Büffet.

Selbstversuch
Entspannen bei der griechischen Sauna (von links): Jenny Beran, Makrina Weber, Elisabeth Weber und Katrin Illhardt

Entspannen bei der griechischen Sauna (von links): Jenny Beran, Makrina Weber, Elisabeth Weber und Katrin Illhardt

Entspannen bei der griechischen Sauna (von links): Jenny Beran, Makrina Weber, Elisabeth Weber und Katrin Illhardt

Wuppertal. 750 Quadratmeter Wasserfläche: spiegelglatt. Das Schwimmerbecken der Schwimmoper ist menschenleer. Grüppchen von brennenden Teelichtern umrahmen die blau schimmernde Kulisse, Lounge-Musik erfüllt dezent die Halle. Eine schöne Atmosphäre – und Teil der griechischen Saunanacht, zu der das Sport- und Bäderamt am Samstagabend eingeladen hatte.

Das Angebot zum Nacktschwimmen nutzen nur wenige Gäste, die allerdings ihren Freiraum genießen. Viel los ist am griechischen Büfett im Eingangsbereich. Zu den frisch zubereiteten Delikatessen gehören etwa Bauernsalat, Gyros in Metaxa-Sauce, gefüllte Weinblätter, in Tomaten gekochte Bohnen. Im Zentrum der Saunanacht stehen stündliche Aufgüsse, unter anderem Honig (weich und lieblich), Slibowitz, Mon Cherie (ungewohnt, aber appetitlich), Zitrone-Orange (erfrischend) und Birke (entspannend). Ein Ouzo-Aufguss ist nicht dabei.

Die 95-Grad-Sauna fordert meinen Kreislauf: Der aromatische Wind, den ein Badmitarbeiter per Handtuch-Drehtechnik erzeugt, brennt heiß auf der Haut. Eine neue Erfahrung ist eine Klangschalenzeremonie im Salzraum. Rötlich schimmert Licht durch die Salzstein-Ziegel. Auf Samtkissen sind bronzene Klangschalen in unterschiedlichen Größen verteilt. Katrin Illhardt ermuntert die Gäste, die Augen zu schließen. Ich merke schnell, dass es bei diesem Ritual nicht um die Melodien geht, die an den Klangschalen entstehen.

Heilende Töne bei der Klangschalenzeremonie

Zwei, drei von den Melodien bringt die Expertin mit Klöppeln kurz nacheinander zum Klingen. Danach passiert zunächst nichts, während die Laute ineinanderfließen und bis in den eigenen Körper vordringen. Manche vibrieren, manche flüstern. Jeder Ton wirkt, etwa heilend, entspannend oder anregend.

Während die Klangschalenzeremonie stattfindet, lassen sich andere ein Ganzkörperpeeling mit einer Art Schlamm verpassen. Einladender wirken auf mich zwei Glasschüsseln mit Mandel- und Honig-Quark-Masse. Der Duft reizt mich, von den cremigen Peelings zu kosten, am Ende bedecke ich aber doch für eine Weile meinen Körper damit.

Die Veranstaltung findet vier Mal im Jahr unter verschiedenen Mottos statt. Die nächste ist Ende September geplant, voraussichtlich in bayrischem Ambiente.
 

So gehe ich gegen Mitternacht nicht nur angenehm entspannt, sondern auch mit einem erfrischten Gefühl nach Hause.

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