Lehrer Maximilian Horsthemke vom Gymnasium am Kothen besuchte ein Seminar zu fantastischer Literatur in London.

Lehrer Maximilian Horsthemke vom Gymnasium am Kothen besuchte ein Seminar zu fantastischer Literatur in London.
Der Wuppertaler Lehrer Maximilian Horsthemke (rechts) besuchte im Rahmen einer Lehrerfortbildung mit seinem Kollegen Karsten Brill eine Ausstellung in der British Library in London.

Der Wuppertaler Lehrer Maximilian Horsthemke (rechts) besuchte im Rahmen einer Lehrerfortbildung mit seinem Kollegen Karsten Brill eine Ausstellung in der British Library in London.

Maximilian Horsthemke

Der Wuppertaler Lehrer Maximilian Horsthemke (rechts) besuchte im Rahmen einer Lehrerfortbildung mit seinem Kollegen Karsten Brill eine Ausstellung in der British Library in London.

Zu den schönsten Freuden des Lehrerdaseins gehört es, Kindern und Jugendlichen neue Einblicke zu eröffnen. Die englischsprachige Literatur bietet vielfältige Möglichkeiten, um in fremde Welten einzutauchen. Ob Harry Potter oder Shakespeare, die Spannbreite ist enorm. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, bilden sich Lehrer regelmäßig fort. Zusammen mit meinem Kollegen Karsten Brill vom Gymnasium Essen-Werden besuchte ich zuletzt ein Seminar zu fantastischer Literatur in der British Library in London.

Geschichten über Zauberei lassen sich in den Unterricht einbauen

Professor Andrew Burn, Experte des renommierten University College London, informierte die Teilnehmer über neueste Trends der Literaturdidaktik und zeigte in Workshops anhand von praktischen Übungen, wie diese im alltäglichen Englischunterricht eingesetzt werden können. Ein weiteres Highlight der Fortbildung war der exklusive Zugang zu der Ausstellung „Harry Potter: eine Geschichte der Zauberkunst“ in der britischen Nationalbibliothek. Sortiert nach den Fächern in der Zauberschule Hogwarts zeigt die Bücherei Objekte, die Autorin J.K. Rowling zu ihrem Welterfolg inspiriert haben.

Im Raum für Zaubersprüche kann man zum Beispiel das Buch durchstöbern, in dem zum ersten Mal der Zauberspruch „Abrakadabra“ verwendet wurde. Im zweiten Jahrhundert diente die Formel als Schutz vor Malaria. Im Bereich für „Pflege magischer Geschöpfe“ erfahren Besucher die Herkunft mythischer Gestalten wie Einhörner oder Zentauren. Diese Bezüge lassen sich sehr gut in den Unterricht einbauen.

Ebenso spannend sind für mich die originalen Manuskripte von Harry Potter, die zum ersten Mal öffentlich ausgestellt werden. Hieran kann man Schülern deutlich machen, dass das kreative Schreiben ein Prozess ist. Im handschriftlichen Text Rowlings sind immer wieder Wörter und Sätze durchgestrichen. Auch einige Figuren hießen ursprünglich ganz anders oder Zaubertechniken funktionierten auf andere Weise. Wenn Meister wie Rowling ihre Texte überarbeiten müssen, kann das nur Ansporn für Schüler sein, ihre Texte immer wieder zu verbessern.

Gleich zu Beginn bietet die Ausstellung noch eine weitere Lektion. Die allererste Rezension von Harry Potter stammt von der achtjährigen Tochter eines Verlegers, der ihr die ersten Kapitel des Buches zu lesen gab. Alle anderen Verlage lehnten die Veröffentlichung ab, aber Alice Newton schwärmte so sehr von dem Buch, dass ihr Vater J.K. Rowling für 2500 britische Pfund unter Vertrag nahm.

Die bei der Fortbildung gewonnen Einblicke fließen auch in das bilinguale Programm der Schule. Bili-Klassen erhalten in den Jahrgangsstufen 5 bis 6 jeweils eine Stunde Englisch mehr pro Woche. Diese Stunde wird sowohl für kreative und kommunikative Projekte als auch als Vorbereitung für den englischsprachigen Erdkunde- und Geschichtsunterricht genutzt.

Maximilian Horsthemke unterrichtet Englisch und Italienisch am Gymnasium am Kothen.

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