Am Freitag wurde der Bilderband über Wuppertal vorgestellt.

Am Freitag wurde der Bilderband über Wuppertal vorgestellt.
Roland Siekmann stellte das Wimmelbuch vor.

Roland Siekmann stellte das Wimmelbuch vor.

Andreas Fischer

Roland Siekmann stellte das Wimmelbuch vor.

Elberfeld. Wimmelbücher sind etwas ganz Tolles. Kleine, aber auch größere Kinder – und ganz bestimmt klamm heimlich auch so mancher kindgebliebener Erwachsener – lieben diese bunten Szenen, wo es bei jedem Blick etwas Neues zu entdecken gibt. Der Bielefelder tpk-Verlag möchte sich mit seinen Pappbilderbüchern, jedoch von der großen Masse abheben.

Die handlichen Wimmelbücher von Brigitte Kuka sind nicht nur besonders liebevoll – noch in echter Handarbeit – illustriert, sie haben auch ein besonderes Thema: Städte. Vornehmlich „mittelgroße Städte“ – da sei das Identifikationspotenzial am größten. Nach sieben anderen Städten – in Bielefeld fing alles an –, gibt es jetzt auch „Das große Wuppertal-Wimmelbuch“. Roland Siekmann, Verleger und Ideengeber, nicht zuletzt verantwortlich für die charmanten Texte und das gesamte Konzept, stellte nun in der Thalia-Buchhandlung in den City-Arkaden das erste und einzige Wimmelbuch über Wuppertal vor.

Die Bücher werden in enger Zusammenarbeit mit der Illustratorin Stadt für Stadt erarbeitet, erzählte er. Kuka verdichtet die prägnanten Merkmale der Orte und füllt sie mit vielen Geschichten auf. Das Wichtige sei der Wiedererkennungswert der Orte. In Wuppertal fiel die Wahl auf die Schwebebahnstation Oberbarmen, das Tippen-Tappen-Tönchen, den Schusterplatz am Ölberg, die Nordbahntrasse am Loher Bahnhof, den Zoo, die Kaiserstraße in Vohwinkel und für eine idyllische Winterszene die Barmer Anlagen – sieben Orte auf Doppelseiten, die so manche kleine Szene versteckt halten. Einige Figuren tauchen immer wieder auf – beispielsweise ein älterer Herr mit Hut – und machen neugierig, wo sie sich denn nun wieder verstecken. Außer rundum getroffenen Stimmungsbildern, gibt es auch noch zusätzliches Lokalkolorit. So lässt sich außer dem Elefanten „Tuffi“, der auf jedem Bild durch die Landschaft schwebt, auch der große Sohn der Stadt, Friedrich Engels finden. Manches kommt ihm im heutigen Gewimmel der Großstadt doch schon etwas komisch vor, oder? Fährt er da etwa mit der Schwebebahn?

Der Kleinverlag – durch Siekmann allein betrieben – legt viel Wert auf Qualität; die Bücher sind in Deutschland gedruckt und sollen zunächst in Buchhandlungen vor Ort erhältlich sein. Erst später öffnet man den Verkauf auf den Online-Plattformen wie Amazon.

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